Gemeinden kündigen Kooperation mit Flughafen Salzburg

Fluglärm - "Wir wollen uns nicht länger veräppeln lassen!"

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Flughafenlärmschutverband

Freilassing - Zwei Jahre haben sie alle gewerkelt. Über 300 ehrenamtliche Stunden investiert. Jetzt ist Schluss:

Für das ein oder andere Mitglied sollte es eine ganz normale Mitgliederversammlung werden. Schon der Beginn der Versammlung, zu der viele bunte Luftballons in Freilassings Abendhimmel hochgelassen wurden, deutete jedoch auf eine etwas andere Art der Versammlung hin, wie normalerweise. 

Was am Ende der Präsentation von Bettina Oestreich dann aber verkündet wurde löste großen Beifall aus und setzt ein Zeichen für die Zukunft.

Austritt aus der Schutzgemeinschaft

Ainring, Freilassing, Saaldorf-Surheim und der Fluglärmschutzverband Rupertiwinkel haben ihren Austritt aus dem Bürgerbeirat Flughafen Salzburg verkündet.

Auch Elixhausen und Bergheim auf österreichischer Seite sind bereits ausgetreten, weil sie "sich nicht länger veräppeln lassen wollen", so Bettina Oestreich.

Keine wirklichen Ergebnisse

"Seit fast zwei Jahren haben sie keine wirklichen Ergebnisse erzielt und die deutschen Gesetze zählen nicht auf österreichischer Seite", so lautet die Begründung für den Austritt.

Bilder: Luftballons gegen Fluglärm - Bürgerbeirat tritt ab

"Nicht nur, dass sich die Belastung in den vergangenen Jahren für die Bürger nicht verbessert hat, sondern insbesondere an den Wochenenden sogar noch gestiegen ist, kümmere sich der Flughafen Salzburg und der Eigentümer in keinster Weise um den Schutz der Anwohner."

Unterstützung aus dem Landtag

Auch die Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber bezeichnete die Situation als dramatisch "solch eine Situation ist kein Thema, dass über Parteibücher bestimmt werden darf", so die Landtagsabgeordnete und kritisierte weiter: "Wie kann es sein, dass bayerische Beamte österreichische Interessen vertreten?"

Gefährdungsanalyse

Bürgermeister Josef Flatscher verkündete neben seinem Dank an die Unterstützung vor Ort durch Michaela Kaniber, dass Ministerpräsident Seehofer ihm versprochen habe, sich persönlich um die Angelegenheit zu kümmern. 

Außerdem informiert er darüber, dass die Gefährdungsanalyse eines der Themen der nächsten Stadtratssitzung am 23.06. sein wird.

Unterlassungsaufforderung

Mittlerweile hat der Fluglärmschutzverband eine Unterlassungsaufforderung an Salzburgs Flughafenchef Hermann geschickt. 

Das bayerische Innenministerium ist die Aufsichtsbehörde über den Flughafen Salzburg. Die Verantwortlichen, dass nach 23 Uhr keine Flugzeuge mehr in Salzburg landen dürfen

Außerdem soll verhindert werden, dassweiterhin gegen das Nachtflugverbot verstoßen wird.

Quelle: BGland24.de

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