Architekten präsentierten Pläne

Immer mehr Details über das neue Badylon

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Bis Dezember 2016 soll das alte Badylon abgerissen sein.

Freilassing - Nicht nur der Abbruch- und Bauplan für das Badylon wird immer konkreter, auch die Ausstattung: Die Diskussionen im Stadtrat gingen bis zur optimalen Wassertemperatur.

Stück für Stück kann man sich besser vorstellen, wie das neue Badylon dann aussieht, wenn es, wie geplant, im Frühsommer 2019 steht: Architekten vom Büro Löweneck und Schöfer waren am Mittwoch eigens mit dabei auf der Freilassinger Stadtratssitzung und gingen mehr und mehr in die Details. Denn: Bis spätestens 30. Juni muss der Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern abgegeben werden. Sie stellte bei einem gleichwertigen Neubau eine hundertprozentige Förderung in Aussicht. Alles was darüber hinaus geht oder woraus sich Gewinn erwirtschaften lässt, muss die Stadt selbst finanzieren - daher rechnet man bei der Stadtverwaltung mit 90 bis 95 Prozent der Neubaukosten. Stolze 39,5 Millionen Euro Umfang hat der Vorentwurf, der in München eingereicht werden soll.

Zentral bei den Planungen ist der neue Schwimmhalle. Noch handelt es sich schließlich nur um einen Vorentwurf, aber die Ausgestaltung des Badylons wird nun immer deutlicher: "Seit zehn Wochen sind mit mittendrin in der Arbeit", so die Architekten. Dreh- und Angelpunkt stellt der "Campus" dar: Ein befestigter Platz vor Schwimmbad und Turnhalle. Das Bad wird dabei in etwa dort stehen, wo auch das alte Badylon noch steht Die Turnhalle liegt - durch den Campus getrennt - daneben, nördlich des Sportplatzes.

Hallenbad

Vier Becken werden in der "Badeplattform" untergebracht: Das Schwimmerbecken bekommt sechs Bahnen und wird 25 auf 15 Meter messen. Angeordnet ist es im Nordwesten der "Badeplattform". Die Sprungtürme sind in einem separatem Becken: Dort wird ein Ein-Meter- und ein Drei-Meter-Turm stehen und eine sechs Meter hohe Kletterwand, von der man sich genauso ins Wasser stürzen kann. Das dritte Becken wird ein Lehrschwimmer- bzw. Nichtschwimmerbecken bei einer Wassertiefe bis zu 135 Zentimeter. Das Becken wird durch eine Art Halbinsel getrennt und bepflanzt: Lehrschwimmerbereich auf der einen, Massagedüsen und Wasserpilz auf der anderen Seite. Im Kleinkinderbereich wird es maximal 40 Zentimeter tief. Den Architekten schwebt dort eine kleine Rutsche oder ein Felsen vor.

Doch welche Wassertemperaturen sollen im neuen Badylon herrschen? Darüber wurde schließlich lebendig diskutiert. Fest stand bereits, dass das Wasser im Schwimmerbecken auf 26 bis 28 Grad und im Kleinkinder- und Nichtschwimmerbereich auf 30 bis 32 Grad beheizt werden soll - im alten Badylon waren es 28 bzw. 30 Grad. Nun war noch offen mit welchem Wasserkreislauf man das Springerbecken verbinden soll: Mit dem kälteren Schwimmerbecken oder dem wärmeren Kinderbecken. Der TSV sprach sich in einem Brief eigens gegen die 31 Grad aus, denn: Für "Aqua-Fitness" im Springerbecken sei das zu warm. Letztlich stimmten die Stadträte aber für 31 Grad auch im Springerbecken.

Eine Etage weiter oben befindet sich die "Ruhegalerie". Der Schwimmbereich wird ein Satteldach bekommen, allerdings nur mit sehr leichter Neigung, damit das Wasser abfließen kann. Stahlträger sorgen für Stabilität, eine größere Neigung wäre nur umso unwirtschaftlicher, da der zu beheizende Innenraum größer würde. Man rechnet mit einer Dachfläche von 6000 Quadratmetern.

Sporthalle

Auf der anderen Seite des Eingangsbereichs zur "Badeplattform" wird die Sporthalle entstehen: Drei voneinander trennbare Felder, eine Raumhöhe von sieben Metern und im Obergeschoss eine Tribüne für 199 Menschen. 15 auf 27 Meter misst jedes der drei Sportfelder. Dazu Mehrzweckräume sowie ein Kraft- und Gymnastikraum.

Bereits auf der Stadtratssitzung im Mai entschied man sich dafür, dass eine kleine Gastronomie ins neue Badylon kommen soll, jedoch nur mit Fertiggerichten und ohne Schankanlage. Durch Schwimmbad, Sporthalle und Rasenplätze sei das Potenzial für eine solche Gastronomie durchaus gegeben. Nun muss nur noch ein Pächter gefunden werden.

Tribüne

Ein kleines Schmuckstück könnte außerdem eine angedachte Tribüne am Rasenplatz werden. Fast 100 Meter lang, 1000 Zuschauer könnten unter dem Dach Platz finden, davon 800 auf Sitzplätzen. Doch ob die Kosten von einer Million Euro von der Regierung übernommen werden steht in den Sternen. Nur wenn die Förderfähigkeit gegeben ist, soll das Projekt weiterverfolgt werden.

Wie geht's weiter?

Bis Februar kommenden Jahres soll die Entwurfsplanung gänzlich abgeschlossen sein. Im März folgt der offizielle Bauantrag, ab Juni werden die Ausschreibungen vergeben. Bis Dezember 2016 wird das alte Badylon endgültig Geschichte sein - die Abbruchbagger sollen dann abrollen. Im Februar 2017 soll mit dem Neubau begonnen werden, mit der Fertigstellung rechnet man bis zum Frühsommer 2019. Am 16. Juli will die Stadt die nächsten Informationsveranstaltung zum Neubau ausrichten, die Bürger sollen über den neuesten Stand der Planungen Bescheid wissen.

Es ist ein wahrliches Millionenprojekt, das Freilassing bevorsteht. Viele Stadträte haben bereits Bedenken, dass die Kosten im Allgemeinen, und die nicht-förderfähigen Kosten im Besonderen aus dem Ruder laufen könnten.

xe

Quelle: BGland24.de

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