Vandalismus: Vorerst kein neuer Skaterplatz

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Die Container auf dem bisherigen Skaterplatz. Sie würden Partyvolk und Randalierer nur anziehen, so die Meinung der Stadtverwaltung.

Freilassing - Das Geld dafür war längst eingeplant, es gab zwei konkrete Entwürfe - doch aus einem neuen Skaterplatz wird erst mal doch nichts. Wie lange es noch dauern wird:

Ein rauer, teils rissiger Asphalt - darauf lässt sich schlecht skaten. Seit rund fünf Jahren macht der Belag auf dem Skaterplatz beim Badylon inzwischen Probleme. Eigentlich schon längst höchste Zeit für Veränderungen. Tatsächlich wurden in der Stadt auch verschiedene, neue Konzepte für einen Skaterplatz erdacht - doch die Pläne müssen erst mal wieder in den Schubladen verschwinden.

Fotos: Neue Pläne für Skaterplatz Freilassing

"Der momentane Bau war damals schon die günstige Variante. Das neue Konzept einer Betonanlage wäre zwar teurer, hätte aber wesentlich bessere Fahreigenschaften und ist im Unterhalt billiger", so Jugendbetreuer Michael Schweiger vom "Kontakt" in Freilassing. Zwei Konzepte wurden dem Stadtrat vorgelegt:

- Ein neuer, asphaltierter Platz mit aufgebauten Elementen wie bisher. Die Lärchenholzmodule sollten 15 Jahre halten, die Asphaltfläche dagegen nur rund sieben Jahre. Der Wartungsaufwand wäre höher, die Baukosten lägen bei 125.000 Euro.

Die "Betonanlage aus einem Guss". Teurer in der Anschaffung, aber wesentlich langlebiger. Der Stadtrat hat sie verworfen. Zur größeren Ansicht bitte hier klicken.

- Eine Betonanlage "aus einem Guss" mit hohen Fahreigenschaften und einer Haltbarkeit bis zu 25 Jahren. Auch wenn die Anschaffungskosten von 180.000 Euro höher wären, würden in den ersten zehn Jahren kaum Wartungsarbeiten anfallen. Schon nach wenigen Jahren hätten sich der höhere Anschaffungswert rentiert.

Die Gelder standen bereit, heuer sollte mit den Bauarbeiten begonnen werden, nächstes Jahr wollte man fertig sein - der Stadtrat hätte sich nur noch für eines der Konzepte entscheiden müssen. Doch daraus wird so schnell nun nichts werden. Nach einem Antrag der FWG/Heimatliste entschied man sich dafür, das ganze Projekt zu verschieben bis im neuen Badylon Betrieb herrscht - und damit rechnet man nicht vor 2019. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Wegen Vandalismus: Verschiebung des Baus, Entfernung der Container

"Es ist nicht abzusehen, wie auf dem Gelände des Skaterplatzes ein ausreichender Schutz vor Vandalismus erreicht werden soll. Deshalb würden wir vorschlagen, die Erneuerung der Anlage erst zu beginnen, wenn man im Zuge des Badylon-Betriebes wieder eine bessere Überwachung des Areals hätte", heißt es in dem Antrag der mit 11:8 Stimmen verabschiedet wurde. "Der Skaterplatz ist jetzt sanierungsbedürftig. Sollen wir ihn dafür jetzt schließen?" oder "Wir können die Jugendlichen nicht bis 2019 warten lassen" hieß es von der Gegenseite.

Das Asphalt-Konzept: Wenn das neue Badylon steht soll es umgesetzt werden. Zur größeren Ansicht bitte hier klicken.

Wenn es schließlich zum Neubau kommt entschied sich der Stadtrat darüber hinaus für die billigere Variante: Asphalt, Elemente aus Lärchenholz, eher kurze Lebensdauer. Auch die Jugendlichen selbst sollen beim Bau mithelfen. Außerdem sollen die Containergebäude auf dem Skaterplatz verschwinden, sie würden junge Leute, die auf Party und Vandalismus aus sind, nur anziehen. Vor allem in der vergangenen Silvesternacht seien die Schäden besonders groß gewesen.

xe

Quelle: BGland24.de

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