Keine Perspektive in Sicht

"Der Austritt lag auf der Hand"

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Josef Flatscher, 1. Bürgermeister Freilassing

Freilassing - Die bayerische Seite ist aus dem Bürgerbeirat für den Flughafen Salzburg ausgetreten. 300 ehrenamtliche Stunden ohne Ergebnis sind zu viel. Bürgermeister Flatscher erläutert die Gründe.

"Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", so Bürgermeister Josef Flatscher. Aber den Weg hat es nicht mehr gegeben. Daher sind die bayerischen Vetreter aus Freilassing, Ainring und Saaldorf-Surheim sowie Vetreter des Schutzverbandes Rupertiwinkel geschlossen aus dem Bürgerbeirat ausgetreten. 

"M an muss einfach mal ganz pragmatisch die 300 ehrenamtlichen Stunden sehen die verwendet wurden und sich anschauen, was Leute in ihrer Freizeit geleistet haben", so Flatscher. 

Er konterte damit auf die Aussage der Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler, die gegenüber der Presse ihr Unverständnis über den Austritt äußerte und aussagte, dass sie den Bürgerbeirat für effektiver halte, wie die Fluglärmkommission.

Rückendeckung vom Bürgermeister

Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher betonte sein Verständnis für den Austritt der Ehrenamtlichen. "Spürbare Erleichterungen sind bis jetzt nicht erkennbar“, so Flatscher. 

„Im Gegenteil, die Situation für die Menschen nördlich und westlich vom Flughafen, also für österreichische und bayerische Bürgerinnen, hat sich in den vergangenen beiden Jahren wieder deutlich verschlechtert: Das Verhältnis liegt bei 92:8 und früher lag es immerhin noch bei 88:12. 

Da muss ich kein Mathematiker sein, um zu erkennen, dass das nicht passt. Mehr Flugbewegungen insgesamt und das Verhältnis der An- und Abflugrichtung Nord:Süd hat sich zu Ungunsten des Nordens verschoben", so Flatscher weiter. 

Und was mir auch sehr Mißfallen hat", kritisiert Flatscher: "Die Bergheimer und die Elixhausener sind ja auch schon früher ausgestiegen, die auch aus dem Norden sind und aus dem Asa ist auch einer ausgestiegen ist, der aus dem nördlichen Bereich ist."

14-Punkte-Plan

"Eines möchte ich nochmal in aller Deutlichkeit sagen, natürlich werden wir unsere Arbeit in der Fluglärmkommission fortsetzen und alles daran setzen, dass möglichst alles vom 14-Punkte-Programm umgesetzt wird. Eine Durchführungsverordnung ist aber damit für mich noch nicht vom Tisch.“ 

Denn: Seltsam ist, dass auf einmal etwas gehen soll, was früher nicht gehen sollte“. So soll zum Beispiel der Tauernanflug von Süden verbessert und zwei neue Abflugverfahren nach Süden geschaffen werden.

Die Aufgaben von Bürgerbeirat und Fluglärmkommission

Der Bürgerbeirat ist eine im Jahr 2014 vom Flughafen Salzburg sowie von Land und Stadt Salzburg ins Leben gerufene Initiative. 

Die Fluglärmkommission ist eine nach deutschem Recht gesetzlich verankerte Kommission, die das für den Flugverkehr zuständige deutsche Ministerium in Sachen Fluglärm und Luftverunreinigung durch Flugzeuge berät. 

Die Themen, die in der Fluglärmkommisssion und im Bürgerbeirat behandelt werden, sind die gleichen: Verbesserungen für die Bevölkerung zu erreichen

Quelle: BGland24.de

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