Abgespeckter und kleinerer Vorentwurf

Kosten runter: Streichkonzert beim neuen Badylon

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Freilassing - Mit 39,5 Millionen Euro plante man den Badylon-Neubau ursprünglich - durch viele Details konnten die Kosten, die möglichst der Freistaat übernimmt, nun gedrückt werden.

Architekten und Verwaltung haben sich noch einmal Gedanken gemacht: Wie kann der Badylon-Neubau billiger werden? Der Vorentwurf in Höhe von 39,5 Millionen Euro wurde bereits in München eingereicht. Die Regierung von Oberbayern versprach eine bis zu hundertprozentige Förderung für das Projekt. Allerdings: Bezahlt wird nur für die Wiederherstellung des vom Hochwasser zerstörten Bades, also für einen gleichwertigen Neubau. Alles was darüber hinausgeht oder woraus sich Gewinn erwirtschaften lässt, muss die Stadt selbst finanzieren. Stadtkämmerer Rehrl geht also davon aus, dass bis zu 95 Prozent der Neubaukosten übernommen werden.

Nun wurde in Freilassing der Rotstift angesetzt. Wie auf der Stadtratssitzung am Montag bekannt wurde, erreicht man durch allerlei Kürzungen an den Plänen eine Einsparung von fast vier Millionen Euro. Nach derzeitiger Kostenschätzung kommt der Badylon-Neubau also auf eine Summe von 35,75 Millionen Euro.

Was alles gestrichen wurde:

Die größte Einsparung erreichten die Architekten durch eine Verkleinerung des Baukörpers. Gute zwei Millionen Euro billiger wird das neue Badylon allein dadurch: "Wir waren am Anfang etwas zu optimistisch und üppig", heißt es vom Architekturbüro Löweneck und Schöfer. Verkleinert wurde vor allem der Keller des Hallenbades und das Obergeschoss der Turnhalle. Doch nicht nur an der sogenannten Kubatur des Badylons wurde eingespart:

Der Rasenplatz südlich von Turnhalle und Hallenbad wird weder eine überdachte Zuschauertribüne, noch Flutlicht bekommen - damit lassen sich gut 1,1 Millionen Euro einsparen. Auch durch kleine Änderungen an den Schwimmbecken und Neuerungen am Wasser-Aufbereitungskreislauf im Hallenbad konnten die Kosten gedrückt werden. Außerdem soll der Campusbereich vor den Hallen kleiner werden.

Wasserfontäne ja oder nein?

Sehr umstritten war unter den Stadträten, ob auch eine geplante Wasserfontäne vor den Hallen gestrichen werden soll. Auch wenn sie das neue Badylon "architektonisch, optisch und qualitativ aufwerten" würde, ist es unwahrscheinlich, dass die Regierung auch dafür finanziell einspringt. Mit 12:10 Stimmen sprach man sich schließlich dafür aus, auch diese "Aufwertung" aus den Plänen zu streichen. Wann endgültig grünes Licht aus München für die Finanzierung kommt und wie viel Prozent der Gesamtsumme übernommen werden, steht noch nicht fest. Im Januar oder Februar 2016 sollte es dazu Neuigkeiten geben: "Wir haben nun jedenfalls ein Zeichen an die Regierung von Oberbayern gesetzt, dass wir die Kosten drücken wollen", so Stadtrat Wolfgang Krämer zufrieden.

xe

Quelle: BGland24.de

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