Kann das Hochwasser allein der Grund sein?

Wo liegt der Grund für die toten Fische im Ausee?

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Freilassing - Tote Fische im Freilassinger Ausee - die Fischer waren empört, wollten das ganze Ausmaß kennen und die Gründe wissen. Nun antwortete das Wasserwirtschaftsamt.

Schon das Fischsterben in Saalach, Mühlbach und Mittergraben sorgte bei den Fischern für Empörung. Der Grund dafür liegt an Bauarbeiten an der Schleuse Kibling: "Durch den Abstau des Saalachsees, der für Baumaßnahmen zur Hochwassersicherheit erforderlich war, ist es zu den Abschwemmungen des Feinsediments und Schlamm ins Unterwasser gekommen", antwortete das Landratsamt im Mai. Doch die toten Fische im Freilassinger Ausee konnte man sich trotzdem noch nicht erklären.

Es war Freilassings Stadtrat Bernhard Schmähl, der die Sache ins Rollen brachte. Er forderte Gewässerüberprüfungen und Schadensgutachten. Doch die lang ersehnte Antwort des Wasserwirtschaftsamtes  ließ ihn verdutzt zurück: Für das Fischsterben im Ausee sieht man "keine Ursachen", heißt es jetzt aus der Behörde. Im März ließ man eigens ein Gutachten anfertigen, aber: "Wir konnten keine Pflanzenschutzmittel oder andere auffällige Werte feststellen."

Die einzige Erklärung vom Wasserwirtschaftsamt: Durch das Hochwasser 2013 wäre möglicherweise viel "organischer Schlamm" und Laub aus dem Auwald in den See gelangt, mit dem die Fische seitdem zu kämpfen hätten. Auch wenn der See im Becken von Saalach und Salzach liegt, Schmähl war alles andere als zufrieden: "Das ist mit alles viel zu platt." Ein halbes Jahr hätte man die Infos erbettelt - und dann das? "Da könnte man ja meinen, die Fischereivereine hätten fantasiert."

"Das sollten wir nicht so durchgehen lassen", so Schmähl. Er will jetzt weitere Einschätzungen einholen, was im vergangenen Jahr in den Gewässern rund um Freilassing passiert ist.

xe

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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