Architekt legt Pläne offen

Bahnhofsareal: Das stellt sich die Stadt vor

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
So stellen sich die Planer die neue Verkehrsführung vor dem Bahnhof vor: Der schraffierte Bereich wäre verkehrsberuhigt, die Autos würden von der Reichenhaller Straße über eine neue Trasse in die Herrmann-Löns-Straße geleitet und so weiter in die Georg-Wrede-Straße.

Freilassing - Von einem "neuen Zentrum" ist die Rede: Bahnhofsgebäude und das Areal südlich davon sollen umgekrempelt werden. Langsam wird klar, was sich die Stadt vorstellt.

Über die letzten zwei Jahre wurden konkret Ideen gesammelt, nun steht das Konzept: Es geht um rund 31.000 Quadratmeter rund um den Bahnhof, die die Stadt umgestalten will. Arbeitsgruppen wurden gebildet, interessierte Freilassinger Bürger arbeiteten mit, Grundstücke wurden gekauft, mit Grundstückseigentümern wurde Kontakt aufgenommen. Am Montag präsentierte Architekt Manfred Brennecke dem Stadtrat die Planungen.

Der "verwilderte" Teil südlich des Bahnhofs heute

Umgestaltung des Bahnhofsareals Freilassing steht bevor

Es soll ein großer Wurf werden: Die Deutsche Bahn will in Hinblick auf den Bau des dritten Gleises nach Salzburg mit neuem S-Bahn-Haltepunkt ohnehin einen neuen, barrierefreien Bahnhof bauen. Die Stadt schließt sich an und macht sich an die Umgestaltung des Areals südlich davon. Zwei konkrete Szenarien wurden vom Architekturbüro ausgearbeitet, bereits am Montag kristallisierte sich bei den Stadträten ein klarer Favorit heraus:

Reifen John, Festplatz, Hagebau und eine alte Tankstelle inklusive Waschanlage befinden sich südlich des Bahnhofs - noch. Das westliche Drittel dieses Areals stellt sich die Stadt künftig als Mischgebiet vor, auf den östlichen zwei Dritteln will man möglichst Bildungseinrichtungen ansiedeln. Gedacht wird an die Berufsschule oder auch die Bundespolizei.

Verkehrsberuhigter Bereich vor dem Bahnhof

Auch für den Verkehr würden sich viele Neuerungen ergeben: Der Platz zwischen Bahnhof und jetzigem Standort der Waschanlage soll verkehrsberuhigt angelegt werden - nur noch Busse, Taxen und der sogenannte Kiss-and-Ride-Verkehr soll sich vor dem Bahnhof aufhalten dürfen. Der Durchgangsverkehr von der Reichenhaller- in die Georg-Wrede-Straße soll über eine neue Trasse südlich der jetzigen Waschanlage und über die Herrmann-Löns-Straße geleitet werden. Zum ganzen Konzept gehört auch eine Querverbindung von der B20 zur Reichenhaller Straße, etwa parallel zu den Schienen. Außerdem sind neue Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer vom Bahnhof nach Norden angedacht: Verwaltung und Architekten wünschen sich möglichst Überführungen über die Gleise, doch das letzte Wort wird in diesem Fall die Bahn haben, die womöglich lieber Unterführungen bauen will.

"Wir haben mit den Grundstückseigentümern gesprochen. Keiner sagte ,Hier geht gar nichts in den nächsten 20 Jahren'", so Bürgermeister Josef Flatscher optimistisch. Ungeklärt ist freilich derweil noch, wo sich Ersatzflächen für das jetzige Gewerbe finden lassen und welcher Investor sich für die neuen Flächen findet. Doch nach jahrelangem Anlauf scheint der erste Schritt für ein runderneuertes Bahnhofsgelände getan.

xe

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Freilassing

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser