Huber-Jakl- und Plainweg bleiben aber hart

Trotz Protesten: Stadt beginnt mit Bauarbeiten

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Das Protestbanner der Anwohner. Eine Aufnahme vom März. Zur größeren Ansicht bitte hier klicken.

Freilassing - Ein Banner am Huber-Jakl-Weg zeigte den Zorn der Anwohner: Sie weigern sich weiter, der Stadt Grund für Straßenausbauten abzugeben. Begonnen wird trotzdem - aber nur zum Teil.

Eine verzwickte Geschichte: Der Huber-Jakl-Weg war eine der letzten Straßen in Freilassing, die nicht an das städtische Kanalnetz angeschlossen war. Außerdem ist der schmale Weg für Begegnungsverkehr viel zu eng. Nun wollte die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen - Kanalarbeiten und Straßenverbreiterung auf 4,50 Meter mindestens.

Das Problem: Für den Ausbau braucht die Stadt Privatgrund, die Eigentümer sperren sich. Sie befürchten die hohen Kosten, die beim Ausbau als Anlieger auf sie zukommen würden - 80 Prozent des Gesamtbetrags. Und nicht nur das: Der Huber-Jakl-Weg wäre, wenn die Anlieger die Grundstücksteile nicht abtreten, ihrer Ansicht nach viel zu eng für Rettungsfahrzeuge. Ein geplanter Acht-Parteien-Neubau hätte ihnen zufolge gar keine Baugenehmigung bekommen dürfen. Daher auch das Protestbanner in Salzburghofen.

Spatenstich trotz verhärteter Fronten

Gespräche zwischen Bürgermeister Flatscher und den Anwohnern scheiterten. Das Stadtoberhaupt kündigte dagegen schon im März an: "Wenn die Sturheit bleibt, werden Maßnahmen ergriffen." Nun wurde zum Spaten gegriffen, auch wenn die Fronten weiterhin verhärtet sind: "Wir können nicht so bauen, wie es geplant war", gesteht Ulrich Zeeb, Freilassings Pressesprecher, gegenüber BGLand24.de. Es geht um fünf Quadratmeter an der Zufahrt zum Huber-Jakl-Weg, die die Anwohner nicht abtreten wollen.

Saniert wird trotzdem überall - fast!

Beim Spatenstich für den Kanalbau in Salzburghofen von links: Josef Schneckenpointner vom Ingenieurbüro Richter, Maria Enderle, Sachgebietsleiterin des städtischen Tiefbauamts, Dritter Bürgermeister Michael Hangl, Erster Bürgermeister Josef Flatscher, Zweiter Bürgermeister Gottfried Schacherbauer, Helmut Schmidt, Prokurist Ingenieurbüro Richter, Simon Mayerhofer, Bauleiter Traun-Tiefbau GmbH und Matthias Rinke, Geschäftsführer Traun-Tiefbau GmbH. Zur größeren Ansicht bitte hier klicken.

Die Kanalbauarbeiten standen nie zur Debatte. Sie laufen bereits seit längerem und sollen noch heuer abgeschlossen werden. Über Klosterstraße, Plainweg, Huber-Jakl-Weg und Auenstraße zieht sich dann der neue Kanal. Doch nach den Kanalarbeiten wird auch mit der Straßensanierung und Asphaltierung begonnen - überall, nur nicht bei den Widersachern am Huber-Jakl- und Plainweg: "Dort wird dann aufgekiest und der Weg so wieder befahrbar gemacht", so Ulricht Zeeb.

"Wir sind immer zu Verhandlungen bereit", heißt es von Seiten der Stadt. Noch immer hofft man, die renitenten Anwohner umstimmen zu können. Zeit hätte die Stadt ja noch.

xe

Quelle: BGland24.de

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