Bürger können sich bewerben

Freilassinger Sicherheitswacht wird personell aufgestockt

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Freilassing - Erfolgreiche Arbeit zur inneren Sicherheit kann nur in enger Zusammenarbeit von Polizei und Bevölkerung stattfinden. Deshalb wurde in Bayern das Konzept der Sicherheitswacht ins Leben gerufen, in dessen Rahmen sich Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich für die Innere Sicherheit einsetzen können.

Um diese enge Zusammenarbeit gewährleisten zu können, wurden die Sicherheitswachten unmittelbar an die Polizei angebunden: Die Polizei trifft die Auswahl der Bewerber, betreibt die Aus- und Fortbildung, stellt die Ausrüstung und koordiniert auch ihren Einsatz. Seit nunmehr über 2 ½ Jahren wird die Arbeit der Freilassinger Polizei durch diesen ehrenamtlichen Dienst ergänzt. Der Erfolg liegt nicht zuletzt auch in der positiven Resonanz seitens der Bevölkerung. Jetzt soll die Sicherheitswacht personell aufgestockt und somit ausgebaut werden.

Bewohner der Stadt Freilassing, aber auch ihrer Nachbarort, die in einer ehrenamtlichen Mitarbeit in der Sicherheitswacht eine lohnende Aufgabe sehen, können sich ab sofort bewerben. Bewerbungsformulare gibt es sowohl im Rathaus als auch in der Polizeiinspektion an der Augustinerstraße.

Bewerbungsformulare im Rathaus und der Polizeiinspektion

Den Angehörigen der Sicherheitswacht stehen zunächst die gleichen Rechte zu wie jedem anderen Bürger: das Festhalten eines auf frischer Tat angetroffenen Straftäters bis zum Eintreffen der Polizei, soweit dessen Identität nicht feststeht sowie das Recht auf Notwehr und Nothilfe für andere Bürger. Sicherheitswacht-Mitglieder können darüber hinaus Personen anhalten, sie befragen und ihre Personalien feststellen, wenn dies zur Gefahrenabwehr oder zum Schutz privater Rechte notwendig ist. Außerdem können sie zur Abwehr einer Gefahr einen Platzverweis erteilen, das heißt eine Person anweisen, sich vorübergehend zu entfernen. Die Sicherheitswacht soll vor allem dort präsent sein, wo Straftaten drohen, die Gefährdung aber dennoch nicht so groß ist, dass Polizeibeamte ständig vor Ort sein müssen.

Ort und Zeit der Streifengänge wird in Abstimmung mit den diensthabenden Polizeibeamten selbst gewählt oder bei Bedarf auch nach den polizeilichen Erfordernissen festgelegt. Die Angehörigen der Sicherheitswacht sind grundsätzlich zu Fuß unterwegs aber nutzen auch die Linien des Stadtbusses für kurzfristige Standortverlagerungen. Schon durch ihre Präsenz tragen sie zur Verbesserung der Sicherheitslage bei und stärken das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger. Ein Fokus liegt auch auf der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. Hier sei das Einwirken auf Personengruppen als Beispiel genannt, die Plätze vermüllt hinterlassen. Jedes Streifenteam steht per Funk und Handy in Kontakt mit der Dienststelle und kann eine Polizeistreife hinzurufen, wenn es erforderlich werden sollte.

Anforderungen an die Angehörigen der Sicherheitswacht:

  • Alter: mindestens 18 und höchstens 60 Jahre (Ausnahmen bei Höchstaltersgrenze möglich);
  • Deutsche im Sinne des Art. 116 Grundgesetz (Ausnahmen möglich)
  • Abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung;
  • Zuverlässigkeit und Verantwortungsbereitschaft, guter Ruf;
  • bereit sein, für diese Aufgabe im Durchschnitt 15 Stunden monatlich zur Verfügung zu stehen;
  • Wohnort: Freilassing oder nähere Umgebung. den Anforderungen des Außendienstes gesundheitlich gewachsen sein 

Das Verwendungshöchstalter beträgt grundsätzlich 65 Jahre. Eine Pauschale von 8,00 Euro in der Stunde soll den persönlichen Aufwand ausgleichen.

Nähere Auskünfte können über den Koordinator der Sicherheitswacht bei der Polizeiinspektion Freilassing, Polizeioberkommissar Slamecka, erreichbar unter der Telefonnummer 08654/46180, eingeholt werden.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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