Stefan Ambrosch verabschiedet

Das Krankenhaus Freilassing hat wieder einen Chefarzt

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Freilassing - Letztem Freitag wurde mit einem großen Festakt, der Chefarzt Stefan Ambrosch, aus dem Klinikum Freilassing verabschiedet. Doch mit einem Abschied fängt auch immer etwas Neues an und somit wurde Dr. Clyn Schmidl als Nachfolger willkommen geheißen.

Am vergangenen Freitag waren einmal nicht die Patienten für kurze Zeit im Klinikum Freilassing vorrangig, sondern ausnahmsweise die „Chefs“. Mit einem Festakt wurde Stefan Ambrosch als alter verabschiedet und Dr. Clyn Schmidl als neuer Chefarzt willkommen geheißen. Mit treffenden Worten leitete Landrat Georg Grabner die Feierstunde ein. „Jeder Abschied ist auch ein neuer Anfang.“ Und weiter betonte er, dass mit Dr. Clyn Schmidl ein würdiger und kompetenter Nachfolger für den allseits beliebten Stefan Ambrosch gefunden werden konnte.

Mit dem altbekannten Spruch: „Zuerst die Geweihten, dann die Gewählten und später die Bestellten“ begrüßte Grabner die zahlreich anwesenden Gäste aus der Leitung sowohl der Kreiskliniken, als auch der Psychiatrie, Kollegen sowie Freundeskreisen und der Kommunalpolitik. Die Entwicklung des Krankenhauses Freilassing mache ihm große Freude, wobei Ambrosch einen Großteil dazu beigetragen habe, äußerte der Landrat. Bei der Größenordnung des Hauses sei dies ausgesprochen schwierig. Aber das Wichtigste sei der Mensch, sowohl der zu behandelnde, als auch der pflegende. Deshalb dürfe im Bereich der Medizin die Aufgabe nicht als Job, sondern als Berufung gesehen werden.

"Krankenhaus wieder in ruhigen Fahrwasser"

Die Familie müsse mit ganzer Kraft mithelfen, um die Aufgabe erfolgreich erfüllen zu können, schloss sich der Vorstandsvorsitzende der KlinikenAG Südostoberbayern Dr.Uwe Gretscher den Ausführungen Grabners an. „Das Krankenhaus Freilassing ist wieder in einem ruhigen Fahrwasser.“, gab Gretscher bekannt. „Mit 40 Prozent mehr Patienten kann sich die Klinik sehen lassen, weshalb ich mit dem Standort am wenigsten Sorgen habe.“ Deshalb sei er froh, mit Dr. Schmidl einen erfahrenen Mediziner als neuen Chefarzt gewonnen zu haben, der nicht nur fachlich, sondern auch im Umgang mit Menschen ein gutes „Händchen“ habe. „Freilassing konnte nichts Besseres passieren.“ Für den Vorstandsvorsitzenden sei aber wichtig, dass nicht über, sondern mit dem Krankenhaus geredet werde.

„Wir brauchen die Innere Medizin in Freilassing.“, stellte Dr. Rupert Müller als Chefarzt der Inn-Salzach-Kliniken in Freilassing klar. „Die Übernahme und Übergabe der Patienten ist immer reibungslos verlaufen.“ Stefan Ambrosch habe wie immer Wort gehalten, in dem er sagte, dass ein sehr guter Nachfolger ihm Folgen werde. Für Ambrosch hoffe er nur, dass ihn die Kassenärztliche Vereinigung in seiner neuen Tätigkeit als Praxisarzt in Berchtesgaden nicht zu sehr gängeln werde.

Feste Größe im Klinikverbund

Ambrosch sei eine feste Größe im Klinikenverbund gewesen, betonte Dr. Jörg Weiland als ärztlicher Direktor der Kliniken Bad Reichenhall/Freilassing. „Mit Blick auf Freilassing habe ich mir manchmal mehr Engagement und ein Überdenken der Verhaltensweise in anderen Bereichen erwünscht.“ Stefan Ambrosch sei in Forchheim geboren worden und habe in Erlangen studiert. Nach verschiedenen Stationen sei er vor seinem Wechsel nach Freilassing Oberarzt in den Schönkliniken gewesen. Aber die fachliche Ausbildung allein mache die Qualifikation eines Mediziners nicht aus, sondern auch die menschliche Beziehung zum Umfeld sei wichtig.

Prof. Dr. F.C. Himmler als Vorsitzender des Vereins der Freunde des Krankenhauses Freilassing ließ es sich nicht nehmen, seine Freude über die Entwicklung des Hauses zum Ausdruck zu bringen. Stefan Ambrosch sei es gut gelungen, die Verbindung zu den ansässigen Ärzten zu fördern und den Klinikbetrieb trotz mancher Schwierigkeiten fortzuentwickeln. Deshalb sei Trauer über seinen Fortgang nicht abgebracht, sondern Freude über den „Neuzugang“, der die Arbeit sicherlich bestens weiterführen werde.

Nunmehr kam der zu Wort, der jetzt das Haus verlässt. Stefan Ambrosch äußerte mit gewissem Stolz, dass er über die gute Entwicklung der Klinik sehr erfreut sei. Es wäre einfach falsch zu behaupten, dass man in einem großen Klinikenverbund nicht Zwängen unterworfen sei. Aber der Teamgeist und die Belastbarkeit der Mitarbeiter haben ihn immer wieder tief berührt. Eine zentrale Rolle spiele dabei die Kommunikation mit allen. „Ich bedanke mich für das Vertrauen, dass sowohl seitens der Leitung der KlinikenAG, als auch der niedergelassenen Ärzte dem Krankenhaus Freilassing entgegen gebracht wurde.“, gab Ambrosch bekannt. Wichtig sei, dass auf das Bild der Klinik in der Bevölkerung geachtet wird. Besonders bedankte sich der scheidende Chefarzt bei seiner Sekretärin Marlies Baumgartner, seiner Oberärztin Angelika Volz und der „Seele der Station“ Schwester Hermine Schmidt.

Dr. Clyn Schmidl der "Neue"

Auch der „Neue“ trat ans Rednerpult. Dr. Clyn Schmidl machte kein Hehl daraus, dass er als Österreicher mit seiner Familie gerne in Freilassing wohne und das schon seitzehn Jahren. Er habe in Wien studiert und unter der Regie von Prof. Glück in Trostberg die ersten Schritte in der praktischen Medizin durchlaufen. Anschließend erfolgten ärztliche Tätigkeiten in Traunstein und Salzburg. Zuletzt sei er Oberarzt im Krankenhaus in Ruhpolding gewesen. „Ich will die gute Arbeit meines Vorgängers fortführen und auch bei den ortsansässigen Ärzten um Vertrauen werben.“, fügte Dr. Schmidt noch an.

Abschließend bedankte sich Dr. Uwe Gretscher bei den Ehefrauen des scheidenden und neuen Chefarztes mit einem Blumenstrauß für die vergangene bzw. kommende Unterstützung ihrer Männer. Der Festakt wurde von Eva Kastner an der Harfe und Sabine Schmid am Hackbrett musikalisch umrahmt. Eine Gesangseinlage zu Ehren von Stefan Ambrosch boten noch Bekannte mit christlichen Texten, die ihn mit dieser Beigabe sichtlich überraschten.

Pressemitteilung Klinikum Freilassing

Quelle: BGland24.de

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