Demonstration und Reaktionen in Freilassing

'Wir sind die Grenze'

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Bereits im Oktober setzten die Freilassinger mit einer Demonstration ein Zeichen. Auch am Samstag wollen sie auf die angekündigte Demonstration reagieren.

Freilassing - Am Samstag will das Bündnis 'Wir sind die Grenze' gegen den "Wahnsinn der offenen Grenzen" demonstrieren. Die Stadt hat eine Reaktion auf die Demonstration angekündigt. Außerdem ist bereits eine Lichterkette geplant.

Vom Kreisverkehr an der Zollhäuslstraße Richtung Saalach und zur Staatsbrücke soll der Demonstrationszug am Samstag verlaufen. "Endlich wird der Protest gegen den Wahnsinn der offenen Grenzen dahin getragen wo er hingehört", kündigt der Veranstalter auf seiner Facebook-Seite an. "Am 12.12.2015 um 14 Uhr werden wir gemeinsam in Freilassing ein starkes Zeichen setzen: Für unsere Heimat, für unsere Zukunft!"

Allerdings ist von dem Veranstalter selbst nur bekannt, dass er aus Mannheim stammt. Er fordert 'die Grenzschließungen zum Schutze unseres Landes'.

"Rassismus und Fremdenhass hat keinen Platz"

Dieser Forderung will sich das Bündnis 'Freilassing setzt Zeichen' entgegenstellen. Es will 'den Leuten zeigen dass Rassismus und Fremdenhass in Freilassing keinen Platz hat'. Trotzdem ist schon im Vorfeld klar, "es wird keine eigene Kundgebung mit Programm, RednerInnen, Musik etc. geben. Wir werden es nach dem Vorbild machen, wie die MünchnerInnen jeden Montag gegen Pegida Flagge zeigen." Um 14 Uhr geht's los. Ein Treffpunkt wird noch bekannt gegeben.

Stiller Protest kommt auch aus dem Freilassinger Rathaus. Bürgermeister Josef Flatscher will am Donnerstag nähere Details zu den Maßnahmen bekannt geben. Der Kreistag soll sich am Freitag in seiner Sitzung ebenfalls mit dem Thema befassen.

Lichterkette für ein Europa ohne Grenzen

Bereits vor der Demonstration hatte die Henastoibande angekündigt, am Montageine Lichterkette zwischen Salzburg und Freilassing zu veranstalten, 'für eine menschliche Asylpolitik in einem Europa ohne Grenzen'.

"Gerade in unserer Region, zwischen Salzburg und Freilassing, gibt es eine große Zahl von Menschen, die tagtäglich Weltoffenheit durch ihr Engagement in der aktiven Flüchtlingshilfe praktiziert", erklärte Georg Simmerl von der Henastoibande auf Anfrage von BGLand24. "Damit deren Botschaft nicht vergessen wird, werden wir ihr einen sichtbaren Ausdruck verleihen, der in die stille Adventszeit passt."

Treffpunkt für eine kurze Einstimmung mit Redebeiträgen und Musik ist am Montag um 18 Uhr auf dem Vorplatz der Kirche St. Rupert in Freilassing. Neben Spenden für die Flüchtlingsnothilfe sind nur Kerzenlichter mitzubringen. In Salzburg gibt es währenddessen um 19 Uhr erste Redebeiträge am Alten Zollamt, in der Nähe des Grenzübergangs Saalachbrücke. Von beiden Seiten kommend, treffen sich die friedlichen Demonstranten dann auf der Saalachbrücke gegen 19.30 Uhr, um die grenzüberschreitende Lichterkette zu bilden.

cz

Quelle: BGland24.de

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