Vorübergehende Maßnahme in Freilassing

Quartiere voll: Grenze wieder dichtgemacht

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Salzburg/Freilassing - Noch gab es keine Entlastung mit Sonderzügen, die Notunterkünfte in Freilassing sind voll: Daher wurde der Grenzübergang am Dienstag vorübergehend wieder geschlossen. Im Laufe des Nachmittags soll sich das aber wieder ändern.

UPDATE 16 Uhr:

Heute Mittag befanden sich 733 Flüchtlinge in der Stadt Salzburg. Davon 450 in der alten Autobahnmeisterei und 283 an der Grenze. Wie auch in den vergangenen Wochen wird am Dienstag die Tiefgarage am Salzburger Hauptbahnhof gründlich gereinigt und desinfiziert und ist daher leer. Mit dem Zug ankommende Flüchtlinge werden direkt zum Asfinag-Gelände nach Liefering gebracht.

Seit Mitternacht wurden an der Grenze 476 Flüchtlinge nach Deutschland übernommen. Aufgrund der Vollbelegung der Quartiere in Freilassing erfolgt seit Mittag keine Abfertigung, im Laufe des Nachmittags wird diese aber wieder aufgenommen

Unser Artikel vom Dienstagmorgen:

Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden haben sich am Montag mit den Kommandanten von Polizei, Rotem Kreuz, Bundesheer, Feuerwehr und dem Katastrophenschutz zu einem Spitzengespräch getroffen. Wie salzburg24.at berichtet, sei derFlüchtlingsmarsch am Samstag der Auslöser dafür gewesen. Die abschließende Botschaft des Treffens: Stadt und Land Salzburg müssten auch weiterhin eng zusammenarbeiten, um die schwierige Situation zu meistern. Auch die Kommunikation mit den deutschen Behörden sei enorm wichtig. "Einen Flüchtlingsmarsch durch die Stadt Salzburg, wie am Samstag, darf es nicht mehr geben!“, so der Tenor.

Nach wie vor 

werden derzeit aufgrund des anhaltend hohen Zulaufs 50 Flüchtlinge pro Stunde über die Saalachbrücke zur Notunterbringung in Freilassing gebracht, heißt es aus dem Landratsamt Berchtesgadener Land. Es wird aber auch betont: "Nach einem

Wochenende mit besonderen Herausforderungen

an der bayerisch-österreichischen Grenze in Freilassing, konnte mittlerweile wieder zum bisherigen Verfahren bei der Flüchtlingsaufnahme ins deutsche Bundesgebiet zurückgekehrt werden."

Am Montagmittag befanden sich in der Notunterbringung in der Freilassinger Sägewerkstraße rund 900 Flüchtlinge, die zum größten Teil noch am Nachmittag mit einem Sonderzug ins Bundesgebiet weitergeleitet werden sollten. Ein weiterer Sonderzug sollte am späten Abend eingesetzt, um die im Tagesverlauf nach Freilassing kommenden Flüchtlinge weiterzuleiten.

Im Salzburger Stadtgebiet befinden sich aktuell 1.600 Flüchtlinge, die auf ihren Grenzübertritt nach Deutschland warten. Mehrere Tausend Flüchtlinge werden darüber hinaus aus Richtung Slowenien in den nächsten Tagen erwartet.

Aufgrund des österreichischen Nationalfeiertags und geschlossener Geschäfte in Salzburg, ist es am Montag außerdem am Grenzübergang Saalachbrücke zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen Richtung Freilassing gekommen, das jedoch trotz Grenzkontrollen ohne Beeinträchtigungen abgewickelt werden konnte.

cz/Landratsamt Berchtesgadener Land/Stadt Salzburg

Quelle: BGland24.de

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