Muss der Busbahnhof wirklich verlegt werden?

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Der FWG-Vorstand fragt sich: Ist die Verlegung des Busbahnhofes wirklich nötig?

Freilassing - Der FWG-Vorstand betrachtet die Stadtentwicklung weiter kritisch. Außerdem zweifelt er an der Notwendigkeit, den Busbahnhof zu verlegen.

Was sind sie eigentlich: Ewige „Neinsager“ oder Personen, die die Stadt vor Fehlentwicklungen schützen wollen? Nachdem einige der Freien Wähler im Stadtrat gegen das fertige Stadtentwicklungskonzept gestimmt hatten, legten dieselben Räte auch gegen die Einleitung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Bahnhofsbereich ihr Veto ein. Mit der „einsamen“ Ablehnung eines Biomasseheizkraftwerkes im Stadtrat behielten sie allerdings recht, was ihnen ein Bürgerentscheid bestätigte. „Die Planung begünstige nur die Bahn, nicht die Allgemeinheit.“, wetterte Ludwig Unterreiner lautstark in der kürzlich durchgeführten Besprechung des Vorstandes der Freien Wählergemeinschaft.

"Nicht wirklich ein Gewinn für die Bürger, jedoch ein Nachteil für den Grundstückseigentümer."

„Deshalb dürfe auch keine Maßnahme eingeleitet werden, die nicht wirklich einen Gewinn für die Bürger von Freilassing, jedoch einen Nachteil für den Grundstückseigentümer mit sich bringen.“, fuhr Unterreiner fort. Eine Verschönerung des Bahnhofsbereiches könne die Stadt auch mit einer Änderung des jetzigen Bebauungsplanes herbeiführen. Damit könnten mögliche Investoren eingebunden und in einem freien Bieterverfahren die Flächen für eine festgelegte Nutzung verkauft werden.

Die Einleitung der „Zwangsmaßnahme“ wäre dann vom Tisch und die geplante Bebauung könnte auch so durchgeführt werden.

Verlegung des Busbahnhofes sinnvoll?

Weiter habe der zuständige Vertreter der Bahn für den Bau des dritten Gleises unmissverständlich erklärt: Was interessiert uns die Stadtentwicklung, wir haben nur mit dem dritten Gleis den Anschluss nach Österreich herzustellen. „Warum sollten wir dann den im Eigentum der Bahn stehenden Busbahnhof verlegen und den Bereich mit einem Gesundheitszentrum aufwerten, wenn diese Maßnahme nicht notwendig ist?“, resümierte der streitbare FWG-Stadtrat. Er deutete unmissverständlich an, dass er die weitere Entwicklung genau beobachten werde, ob die Bahn auch mit eigenen Mitteln in die Gesamtplanung eingebunden wird. Beim jetzigen Stand der Dinge sei dies nicht zu erkennen. „Die Bahn ist kein staatliches Unternehmen mit sozialen Zielen mehr, sondern ein Wirtschaftsbetrieb mit Gewinnorientierung.“, verdeutlichte Unterreiner. Und so müsse sie auch gesehen werden.

"Geld würde für dringendere Investitionen fehlen."

„Es ist keineswegs so, dass jetzt die einmalige Chance bestehe, mit der Bebauung das Bahnhofsareal zu verschönern.“, hinterfragte Florian Löw. „Die Stadt begibt sich nach meiner Meinung mit einem Erwerb der Grundflächen in eine gefährliche Situation, da sie sehr viel Geld in die Hand nehmen muss und dieses dann für andere, zwingend notwendige Maßnahmen fehlt.“ Die Begründung des Bürgermeisters hierfür, wer A sagt muss auch B sagen, sei unverständlich und sachfremd. „Offensichtlich geht das Stadtoberhaupt sehr großzügig mit dem Geld der Steuerzahler um.“, wollte Löw wissen. „Diese Eigenschaft spiegelt sich auch in anderen Objekten wider.“ Ihm sei ferner unverständlich, dass die Mehrheit im Stadtrat diesem Ansinne folgt. Im nächsten Verkehrsforum, das am Montag, den 4. Februar, stattfindet, sei die Verlegung des Busbahnhofes in Freilassing ein Thema. „Es wird sich zeigen, welche Meinung dieses Gremium dazu findet.“

Akzeptable Verlegung des Flughafens Salzburg?

Einen weiteren Punkt brachte Bert Enzinger auf das Tablett. „Als Vorsitzender der FWG Heimatliste Freilassing befürworte ich das Vorgehen des Fluglärmverbandes in Persona Bettina Östreich-Grau und spreche ihr meinen Dank für ihr Engagement aus.“, bekundete Enzinger. „Wie sehr die Träger des Flughafens Salzburg und der Betreiber selbst in Unruhe geraten sind, zeigt ihr Verhalten und massives Vorgehen.“ Die Drohung über einen beauftragten Rechtsanwalt mit Schadenersatz und Strafanzeige gebe die Hilflosigkeit wider. Dass der Fremdenverkehr im Berchtesgadener Land vom Flughafen Salzburg lebe, sei schlichtweg eine bewusst gestreute falsche Behauptung und klar vom Beauftragten des Landkreises Stefan Köhl widerlegt. Wie beim Flughafen München sollten ernsthafte Überlegungen mit dem Ziel einer akzeptablen Verlegung des Flughafens Salzburg getroffen werden.

„Eine Vielzahl von Bewohnern Freilassings könnte den Flughafen Salzburg wegen Körperverletzung verklagen, da er mit Wissen krankmachenden Fluglärm und gesundheitsschädliche Luftverschmutzung fördert.“, resümierte Enzinger weiter. „Die Vorstandschaft der Freien Wähler steht hinter ihrer zweiten Vorsitzenden und wird sie bei ihrem erfolgreichen Kampf um eine dringend notwendige Verbesserung des Jetztzustandes unterstützen.“

Pressemeldung FWG Heimatliste Freilassing

Quelle: BGland24.de

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