Grüne weiter gegen Containerterminal in Teisendorf

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Teisendorf - Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen hat sich mit dem Thema Containerterminal Teisendorf beschäftigt. Edwin Hertlein berichtete seinen Vorstandskollegen von der aktuellen Entwicklung.

Aus seiner Sicht habe sich an der Sachlage nichts wesentliches geändert. Zwar habe sich das Eisenbahnbundesamt in einer sogenannte Nutzwertanalyse für die Weiterverfolgung des Standortes Teisendorf und gegen den Standort Traunstein ausgesprochen. Für Hertlein ist diese Entscheidung zunächst einmal vor dem Hintergrund interessant, dass dass noch Anfang diesen Jahres behauptet worden war, dass Traunstein gar nicht im Rennen sei. „Aktuell gebe es gar keinerlei Aktivitäten zugunsten eines Terminals in Traunstein“ sei die Aussage von Terminal-Planer Rudolf Mayer in der Januar-Sitzung des Marktgemeinderates in Teisendorf gewesen. Interessant werde auch sein, ob man Einsicht in diese Nutzwertanalyse bekomme.

Die für die Grünen wesentlichen Ablehnungsgründe für ein Containerterminal gebe es aber nach wie vor. So stehe ein Großteil der für den Conatinerterminal benötigten Grundstücke nicht zur Verfügung. „Es ist eine Sauerei, dass weder unser Bürgermeister, noch Planer, Investor oder Betreiber das respektieren“, so Hertlein. Diese Vorgehen erinnere ihn an die laufende Olympiabewerbung. Auch in Oberammergau und Garmisch-Partenkirchen werde oder wurde seit Monaten über die Köpfe eines großen Teils der betroffen Grundstückstückeigentümer hinweg geplant.

Auch sei bemerkenswert, dass Investor und Betreiber nun schon einen Förderantrag an das Eisenbahnbundesamt gestellt hätten, ohne diesen Antrag im Gemeinderat beraten und abstimmen zu lassen. Er sei immer davon ausgegangen, dass der Marktgemeinderat in jeden Planungsschritt einbezogen werde. Neben vielen Grundstückeigentümern solle wohl jetzt auch der Marktgemeinderat ausgebootet werden.

An der grundsätzlichen Haltung der Grünen ändere dieses „Geplänkel“ aber nichts, betonte Hertlein. Seiner Meinung nach passe eine solche Anlage nicht nach Teisendorf. Wenn man beispielsweise nach Burghausen schaue, sehe man, wo solche Anlagen hingehörten. Nämlich dorthin, wo Betriebe mit einem entsprechenden Transportaufkommen existierten. Es mache keinen Sinn, ein solches Terminal fernab von solchen Betrieben „auf die grüne Wiese“ zu setzen. Er sehe auch nicht, dass von einem solchen Terminal ein nennenswerter Impuls für die Wirtschaftsentwicklung in Teisendorf ausgehen könne. Dass das auch in anderen Gemeinden im Landkreis wohl so gesehen werde, beweise deren ablehnende Haltung gegenüber der Errichtung eines Containerterminal in diesen Gemeinden. Hertlein kündigte an, dass sich die Grünen in den nächsten Wochen wieder verstärkt dieses Themas annehmen würden.

Pressemitteilung Grüne BGL

Quelle: BGland24.de

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