Hundstage in Ainring

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Ainring - Seit 2001 die "Ainringer Ostertage" gegründet wurden, sind sie eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Die dreitägige Veranstaltung in der Karwoche ist heuer ganz dem Thema "Diensthunde" gewidmet.

Das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring kann nun schon zum neunten Mal hochkarätige Teilnehmer aus ganz Europa begrüßen. 2011 werden fast 100 Teilnehmer aus 15 Ländern erwartet, die sich wieder mit einem aktuellen, polizeirelevanten gesamteuropäischen Thema befassen: Die dreitägige Veranstaltung in der Karwoche ist heuer ganz dem Thema "Diensthunde" gewidmet.

Bayerns Polizei arbeitet erfolgreich, und das nicht nur nach innen. Die Spezialisten, die die rund 34.000 bayerischen Beamten aller Dienste und Fachrichtungen in Ainring fortbilden, nehmen einen Spitzenrang in Europa ein und genießen über die Landesgrenzen hinaus Beachtung. Nur so ist zu verstehen, dass hochrangige Vertreter zahlreicher europäischer Staaten, wie zum Beispiel der stellvertretenden Innenminister Bulgariens im vergangenen Jahr, zu den Gästen anlässlich dieser internationalen Fachtagung im Berchtesgadener Land zählen.

In den zurückliegenden Jahren befasste sich das Treffen der vorwiegend mittel- und osteuropäischen Polizeien mit dem Phänomen Gewalt anhand der Themen "Jugend und Gewalt", "Gewalt im sozialen Nahraum" und "Sport und Gewalt". Dabei geht es immer um aktuelle Möglichkeiten der Kriminalprävention, des polizeilichen Einsatzmanagements und Perspektiven für die polizeiliche Fortbildung.

Das Thema "Diensthunde als Einsatzmittel" im Jahr 2011, von Montag bis Mittwoch, ist dabei weit umfangreicher, als der Nicht-Polizist auf den ersten Blick vielleicht meint. Das "polizeiliche Diensthundewesen" beschäftigt sich europaweit nicht nur mit den hochspezialisierte vierbeinige Experten selbst, sondern muss sich naturgemäß von der Aufzucht bis zur Aus- und Fortbildung mit allen Facetten eines Hundelebens befassen.

Für den Bürger dürften die Lawinenhunde noch die bekanntesten sein, korrekt heißen sie "Hunde zur Personensuche". Werden sie in bergigem Gelände eingesetzt, nennt man sie "Alpin-Hund". Die Fähigkeiten der professionellen Schnüffler weisen eine enorme Bandbreite auf: Es gibt Sprengstoffhunde, Drogenhunde, ganz neu sogar Banknotenhunde und nicht zuletzt Leichensuchhunde. Manche von ihnen sind sogar fähig, unter Wasser befindliche Vermisste aufzuspüren. Dies setzt eine kaum beschreibbare Konzentrationsfähigkeit und Disziplin voraus. Nicht zu vergessen ist auch die "normale" Verwendung der Hunde als Diensthund, was konkret die Begleitung und damit den Schutz der diensthabenden Beamten bedeutet.

All diesen Facetten und den Anforderungen der Praxis widmen sich die „Ainringer Ostertage“ mit einem international besetzten Referententeam. Fester Bestandteil der regelmäßig ausgebuchten Veranstaltungsreihe ist der bewusste Lokalbezug: Zur Begrüßung sind Vertreter der Kommunalpolitik anwesend und ein bayerischer Abend sorgt für die nötige Entspannung nach zahlreichen Fachvorträgen.

Die Ainringer Ostertage verstehen sich aber nicht "nur" als Plattform des Informationsaustausches. "Eine nicht zu unterschätzende Bedeutung kommt der Bildung von Netzwerken zu", so der Leitende Polizeidirektor Johann Holzner. In einem immer enger zusammenwachsenden Europa der grenzübergreifenden Kriminalität seien persönliche Kontakte und praktische Kenntnis der Strategien benachbarter oder beteiligter Sicherheitskräfte besonders wichtig, um angemessen, schnell und reibungslos reagieren und zusammenarbeiten zu können. Nicht zuletzt dazu leisten die Ainringer Ostertage einen immer wichtigeren Beitrag.

Pressemitteilung Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © pa/Symbolbild

Zurück zur Übersicht: Rupertiwinkel

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser