Keine alternative Energie ausschließen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Ortsvorsitzender Christian Schmidbauer

Laufen- Die Teilnehmer im Gasthaus Leobendorf waren sich einig: An alternativen Energien führt im Zuge der Energiewende kein Weg vorbei.

Alle Besucher der Veranstaltung am vergangenen Mittwoch im Gasthaus Leobendorf waren sich einig. Man solle keine alternative Energie im Zuge der Energiewende ausschließen. Der CSU Ortsverband Laufen-Leobendorf konnte mit Johannes Schweiger von der GEOEnergie Bayern und mit Dipl. Regierungsbaumeister Anton Zeller hochrangige Referenten begrüßen.

Ortsvorsitzender Christian Schmidbauer, umringt von Bürgermeister Hans Feil und einigen Stadträten im gut besuchten Saal, machte in seinen einführenden Worten deutlich, dass sich die CSU für zukunftsorientierte Energiequellen einsetze. Nicht ohne Grund hat man hier in der Region als erste politische Vertretung das Thema Wasserkraft auf den Weg gebracht. Er machte weiters deutlich, dass im Dezember 2011 durch schlecht ausgebaute Leitungsnetze von Norddeutschland in den Süden die Netze überlastet waren und Strom aus Österreich zugekauft werden musste.

Aufgrund dieser Tatsache gingen in Österreich unter anderem ein altes Ölkraftwerk und zwei Erdgaskraftwerke des Versorgers EVN wieder in Betrieb, ausschließlich um den Süden Deutschland zu versorgen. Außerdem wurde 25% des Stromes aus dem maroden Atomkraftwerk Temelin von Österreich zugekauft. Schmidbauer machte weiters klar, dass diese Situation in Zukunft zu vermeiden wäre, wenn hier die Widerstände gegen die regenerativen Energien und dessen Auswirkungen aufhören würden. Wasserkraft und Geothermie schätzte der Laufener CSU-Chef als zwei wichtige Säulen für die zukünftige Energieversorgung ein.

Dipl. Regierungsbaumeister Anton Zeller

Anton Zeller widmete sich in seinem Vortrag der Wasserkraft. Bayern sei reich gesegnet mit der Wasserkraft, die sehr kostengünstig sei. Mit 14 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr (kWh) wird in Bayern ca. 20% des Stroms aus Wasserkraft erzeugt. Mittelfristig wären durch Modernisierung, Neubau und Reaktivierung ca. 4 Milliarden kWh zusätzlich erzeugbar. Damit können alle Haushalte in Bayern mit sauberen Strom versorgt werden. Zeller erläuterte die verschiedenen Bauarten der Wasserkraftwerke und konnte für alle möglichen Anwendungen Beispiele aufzeigen.

Er spannte den Bogen von sogenannten Wasserkraftschnecken bis hin zu Schiffsmühlen. Hinsichtlich der Salzachsanierung plädierte Zeller für eine Kombinationsnutzung. Dringend nötig ist es die flussbaulichen Sanierungsmaßnahmen mit einer sauberen Energieerzeugung zu kombinieren. Von Freilassing bis zur Innmündung ist ein Gefälle von 50m gegeben. Würde man diese gesamte Energie nutzen, könnte man 1 Milliarden kWh pro Jahr erzeugen.

„Sieht man aus ökologischen Gründen freie Fließstrecken vor, dann könnten immer noch mehrere hundert Millionen kWh erzeugt werden“, war sich Zeller sicher. Allein der Strombedarf des Landkreises Berchtesgadener Land könnte damit für immer gedeckt werden. Der Mensch sollte Zellers Auffassung nach sensibel an der Kulturlandschaft weiterbauen.

Pressemitteilung CSU Laufen-Leobendorf

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Rupertiwinkel

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser