TS10: Kennen Sie die Schleuder-Kurve?

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Tyrlaching/Asten - Zwei Unfälle auf der TS10 am Dienstagabend - User, die von Beinah-Unfällen an gleicher Stelle berichten. Sollte die Schleuder-Kurve nicht gesichert werden?

Am Dienstagabend kurz nach 18 Uhr krachte es in einer Linkskurve auf der TS10 von Tyrlaching nach Asten gleich zweimal in kurzem Abstand. Eine Insassin wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, ihr Fahrzeug überschlug sich. Am Mittwochmorgen wandten sich User an Innsalzach24, die uns von Beinah-Unfällen an eben derselben Stelle berichteten. Nadim S. war gegen halb ein Uhr nachts von Tyrlaching nach Asten unterwegs, als er in der verhängnisvollen Linkskurve ohne Vorwarnung ins Schleudern geriet. "Weder vorher noch danach war es irgendwo rutschig - und ich war in dieser Nacht immerhin durch drei Landkreise gefahren. Plötzlich zieht es mein Auto nach rechts. Ich hab mich zu Tode erschrocken."

Bilder von der Schleuder-Kurve

Die Schleuderkurve auf der TS10

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Durch Gegenlenken konnte Nadim S. gerade noch verhindern, dass er mit seinem Polo ins Feld rutscht. "In Asten musste ich dann erstmal anhalten. Mir haben die Knie geschlottert." Und es kommt noch besser: Ein Freund unseres Leser war kurze Zeit später auf derselben Strecke unterwegs. Er konnte ebenfalls von einem Beinah-Unfall berichten. Beide waren nach eigener Aussage sowohl nüchtern, als auch nicht zu schnell, sondern eher vorsichtig unterwegs. "Ich glaub', ich konnte nur noch Gegenlenken, weil ich die Kurve geschnitten hab' und sie so nicht so scharf war," vermutet Nadim S.

Eindeutiger Unfallschwerpunkt - Wieso ist die Stelle nicht gesichert oder gekennzeichnet?

Wir haben uns die Sache zu Herzen genommen und mal bei den zuständigen Straßenbauämtern nachgehakt. Da die TS10 in zwei Landkreisen - nämlich Traunstein und Altötting - liegt, ist die Frage nach der Zuständigkeit nicht leicht zu klären gewesen. Letztendlich stellte sich aber heraus: In kommunaler Nachbarschaftshilfe kümmert sich der Landkreis Traunstein um die fragliche Stelle auf der TS10, obwohl eigentlich der Landkreis Altötting zuständig wäre.

Pressesprecher Roman Schneider vom Landratsamt Traunstein wies das Problem aber vorerst von sich: "Für die sofortige Straßenabnahme nach einen Unfall sind schon wir verantwortlich. Die Stelle wurde anschließend gestreut. Ansonsten ist und die Stelle aber nicht als besonders gefährlich bekannt - weitere Maßnahmen waren daher nicht nötig."

Des weiteren sei der sogenannte Meldedienst auf der Strecke unterwegs gewesen, der Gefahrenzonen sichtete und sich um deren Sicherung kümmert. "Dem ist die Stelle aber auch nicht als gefährlich oder sehr rutschig aufgefallen, " so Schneider.

Innsalzach24-User Nadim S. sieht das anders. "Meiner Meinung nach gehört da ein Schild hin, dass auf einen Unfallschwerpunkt hindeutet." Die Insassen der beiden Unfalllfahrzeuge des Dienstagabends dürften da gleicher Meinung sein.

"Wir werden die Stelle ab jetzt auf jeden Fall genauer unter die Lupe nehmen," verspricht Pressesprecher Roman Schneider gegenüber Innsalzach24. "Zu unserer Verteidigung kann ich nur sagen, der Winterdienst kann nicht überall gleichzeitig sein."

Bilder der beiden Glatteis-Unfälle

Glatteis: Rover Mini überschlägt sich

ds

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