"Viele schimpfen": Strafzettel-Bilanz in Laufen

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Laufen - Durch die Zusammenarbeit mit der "Kommunalen Verkehrsüberwachung" setzt es seit Februar  deutlich mehr Strafzettel in Laufen als früher. Nun zog man eine erste Zwischenbilanz.

"Natürlich schimpfen viele darüber, die Strafzettel bekommen haben", wurde auf der Stadtratssitzung am Dienstag festgehalten, aber Einnahmen und Ausgaben für die Stadt Laufen decken sich. Seit diesem Jahr arbeitet man mit dem "Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung" zusammen, die im Auftrag der Stadt Strafzettel verteilen dürfen. Im Januar wurde nur verwarnt, ab Februar müssen Verkehrssünder auch blechen.

Die erste Zwischenbilanz: 711 Strafzettel, die vor allem in der Laufener Altstadt und in der Leobendorfer St. Oswald-Straße fällig wurden. Für 45 bis 50 Stunden monatlich wird der Zweckverband losgeschickt - "dabei soll's auch bleiben", wie Bürgermeister Feil betonte. Wann kontrolliert wird, ist völlig dem Zweckverband selbst überlassen - ob unter der Woche oder am Wochenende, das spiele keine Rolle: "Wir können zwar Hinweise geben, aber wir mischen uns nicht direkt ein", so Geschäftsleiter Christian Reiter.

Die Autofahrer würden aus den Strafen lernen

154 bis 190 Euro kosten die Dienste des Zweckverbands pro Stunde. Dazu kommen Pauschalbeträge für An- und Abfahrt der Verkehrsüberwacher und 2,30 Euro pro erwischten Fahrer, die die Stadt zu zahlen hat. "Manche Altstadtbewohner dachten bisher, dass sie sich hinstellen können, wo sie wollen", so Reiter. Viele hätten durchaus dazugelernt, seitdem die 200 bis 250 Strafzettel pro Monat verteilt werden. Beispiel Rathausplatz: Die Stadt war schon kurz davor eine Absperrkette so zu verlegen, damit die Autos nicht mehr auf dem Gehsteig parken. Durch die Strafzettel lernten die Laufener allerdings dazu, die geplanten Baumaßnahmen kann sich die Stadt nun sparen.

In der Stadtratssitzung sickerte außerdem durch, wo die Autofahrer vor allem während der Sommermonate nun vielleicht besonders vorsichtig sein sollten: "Am Abtsdorfer See herrscht zum Teil das Chaos." Am dortigen Freizeitgelände im Landschaftsschutzgebiet herrsche eigentlich ein Parkverbot - "das sollte gestraft werden", wurde sich beschwert. Gut möglich also, dass der Zweckverband in den kommenden Wochen und Monaten dort ein Auge auf wild geparkte Autos haben wird.

xe

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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