Für einen zweigleisigen und verträglichen Bahnausbau:

Fährt Laufen bald zweigleisig?

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Laufen - Eingleisig oder zweigleisig? Diese Frage treibt beim Ausbau der Bahnstrecke zwischen Mühldorf und Freilassing auch die SPD Laufen um.

Deswegen hatte der Ortsverein gemeinsam mit Stadtrat Franz Silach den SPD-Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer zu einem Ortstermin am Bahnhof Laufen eingeladen, um die aktuelle Entwicklung zu diskutieren und Informationen auszutauschen.

„Während der Bundesverkehrswegeplan derzeit nur einen eingleisigen Ausbau in einigen Bereichen der Strecke vorsieht, zu denen auch Laufen gehört, bekennt die Deutsche Bahn zwischenzeitlich klar Farbe für einen vollständig zweigleisigen Ausbau. Jetzt kommt es für uns in Berlin darauf an, hier bei den Beratungen über den neuen Bundesverkehrswegeplan für Rückenwind zu sorgen“, berichtete der Bundestagsabgeordnete aus Ebersberg. Als Vorsitzender der SPD Oberbayern hat er sich schon in vielen Regionen mit den auch aufgrund des Baus des Brennerbasistunnels erforderlichen Ausbaumaßnahmen beschäftigt. Die Bedeutung dieses Riesenbauwerks für den Bahnverkehr in Bayern auf allen Strecken solle man nicht unterschätzen, machte er deutlich: oftmals ginge es bei aktuellen Plänen um die Entlastung von Zubringerstrecken, um das zukünftig erwartete Aufkommen insbesondere im Güterverkehr zu bewältigen.

Der SPD-Kreisvorsitzende und Kreisrat Roman Niederberger, der Ewald Schurer bei seiner Tour durch den Landkreis begleitete, wies auf die klare Haltung der SPD Berchtesgadener Land für einen vollständig zweigleisigen und damit zukunftsfähigen Bahnausbau zwischen Mühldorf und Freilassing. hin. Er erinnerte zugleich an den vor kurzem erfolgten Beschluss des Kreistags, dabei die Belange der Anliegergemeinden besonders zu berücksichtigen.

„Wir brauchen für Laufen eine Form des Lärmschutzes, der sowohl die Belastung der Anwohner minimiert als auch für das Ortsbild und die weitere Entwicklung von Laufen verträglich ist“, forderte SPD-Stadtrat Franz Silach. Die nächste Information von Seiten der Deutschen Bahn stehe im Oktober an; dann müsse die Stadt ihre Position nachdrücklich vertreten. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD Laufen Susanne Aigner sprach noch die Frage der Barrierefreiheit an: „Es ist enttäuschend, dass bei den ohnehin anstehenden Baumaßnahmen nach derzeitigem Stand keine barrierefreie Gestaltung für den Bahnhof Laufen vorgesehen ist“. Nicht nur für ältere Personen oder Menschen mit Behinderung sei dies ein wichtiger Punkt, sondern beispielsweise auch für Radfahrer. „Mit der Elektrifizierung der Strecke muss sich auch bei den Fahrzeugen etwas bewegen“, stimmte ihr Ewald Schurer zu, der sich bei der Einfahrt eines Zuges von den Problemen beim Ausstieg mit schwerem Gepäck oder Fahrrad überzeugen konnte.

Christian Perkins von der SPD Laufen brachte noch die Frage des zukünftigen Fahrplans ins Gespräch. „Wenn man tatsächlich ein attraktives Angebot für Pendler und Besucher in Laufen schaffen will, muss mindestens einen Stundentakt in beide Richtungen eingeführt werden“, forderte er. Einig waren sich die Laufener Sozialdemokraten zum Schluss des Treffens mit ihren Besuchern, dass der lang geplante und geforderte Bahnausbau einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in Südostoberbayern leisten kann und zentraler Baustein für nachhaltige Mobilität in der Region ist.

Pressemeldung SPD Kreisverband Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © SPD Kreisverband Berchtesgadener Land

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