Diese Neubauten sollen den Kindergarten retten

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Nur ein kleiner Teil des Leobendorfer Neubaugebiets an der Dammhausstraße.

Laufen - Der Leobendorfer Nachwuchs wird weniger, der Kindergarten kleiner, es kursieren Gerüchte über eine Schließung. Nun ruhen alle Hoffnungen auf einem Neubaugebiet.

Ist das Angebot für Kinder ab drei Jahren im Stadtgebiet einfach zu groß? Neben dem städtischen und dem Waldkindergarten gibt es auch noch die beiden katholischen Kindergärten in Laufen und Leobendorf. Doch um den Letztgenannten steht es nicht besonders gut: Jährlich 50.000 bis 60.000 Euro Defizite, die Anzahl der Kinder wird immer kleiner, das Minus dementsprechend noch größer.

"Der Stadtrat will den Kindergarten erhalten. Niemand plant eine Schließung", so Bürgermeister Hans Feil in der Stadtratssitzung am Dienstag. Aber: Träger ist schließlich die Kirche, nicht die Stadt Laufen. Auch wenn eine Schließung des Leobendorfer Kindergartens wohl nicht im Raum steht: Besser wird's nicht. 44 Kinder sind heuer gemeldet, für das nächste Jahr rechnet man mit 36. Die zwei Gruppen müssten zu einer zusammengelegt werden, heißt: Um die zehn Kinder müssten wo anders unterkommen, eine Pädagogin würde eingespart. "Irgendwann gehe das mit zwei Gruppen nicht mehr", zitierte Stadtrat Markus Feil die Kirchenverwaltung.

Stadt will zusätzliches Geld in Kindergarten pumpen

Wie kann dieses Szenario verhindert werden? Die Stadt greift dem Kindergarten ohnehin schon mit 20.000 Euro jährlich unter die Arme. Nun überlegt man, auf 30.000 Euro aufzustocken, um zumindest im nächsten Jahr noch beide Kindergartengruppen erhalten zu können: "Das pressiert jetzt gewaltig", war auf der Stadtratssitzung zu hören. Aber Bürgermeister Feil bleibt realistisch. Trotz diesem Übergangsjahr würde die Kirche wohl nicht umhin kommen, eine der Gruppen dicht zu machen: "Die Kinderzahlen werden wohl weiter sinken. Wir dürfen die Augen nicht vor der Realität verschließen", so Feil. Auch wenn die zusätzlichen 10.000 Euro die Stadtkasse nicht sonderlich belasten würden, erinnerte man daran, dass die Stadt bereits für die Neugestaltung von Außenbereich und Beleuchtung im katholischen Kindergarten Leobendorf aufkam.

Viele Hoffnungen ruhen auf einem Neubaugebiet

"Das kann nicht sein, dass eine Gruppe zugemacht wird. Das geht einfach nicht", entfuhr es Stadträtin Isabella Zuckschwerdt. Viele Hoffnungen ruhen dabei auf dem Neubaugebiet an der Leobendorfer Dammhausstraße: "Von dort könnten neue Kinder kommen", so beispielsweise Erich Althammer. Doch ob die Neubauten so schnell rund 15 neue Kinder "liefern" können, dass eine zweite Kindergartengruppe eine mittelfristige Perspektive hat, wurde auch von der Verwaltung bezweifelt.

Ohnehin bringen schon einige Leobendorfer Eltern ihre Kinder in die Betreuungseinrichtungen nach Laufen. Die Öffnungszeiten bis 14.30 Uhr sind vielen schlicht zu kurz. Und dass Laufener Eltern im Gegenzug ihre Kinder nach Leobendorf fahren sollten, wie es kürzlich bei einem Elternabend anklang, sei auch nicht realistisch - denn, so Bürgermeister Feil: "Auch in Laufen werden die Kinder immer weniger."

xe

Quelle: BGland24.de

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