Nach dem Aus des Geothermie-Projekts Rupertiwinkl

Grüne fordern Offenlegung der Zahlen

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Salzburg AG lehnt Erdwärme für das Fernwärmenetz ab

Laufen - Die Überraschung im Laufener Stadtrat war groß, als die Salzburg AG verlauten ließ, dass das Geothermie-Projekt Rupertiwinkl aus wirtschaftlichen Gründen gestoppt wird. Die Grünen fordern jetzt die Offenlegung der Zahlen.

Zwischen Salzach und dem Waginger See sollte nach heißem Thermalwasser gebohrt werden, um bis 2020 bis zu 15.000 Haushalte per Erdwärme über das Fernwärmenetz zu versorgen. Aber - daraus wird nichts.

Erdgaspreise im Sinkflug

Während der Stadtratssitzung in Laufen ließ die Salzburg AG verlauten, dass das Projekt Geothermie-Wärme aus wirtschaftlichen Gründen gestoppt wird. Die Preise für Erdgas wären schon seit längerer Zeit im Sinkflug, sodass das Projekt nicht wirtschaftlich sei. 100 Millionen Euro wollte die Salzburg AG eigentlich in das Geothermie-Projekt investieren. Vorstand Leonhard Schitter begründete die Entscheidung damit, dass das Projekt derzeit aufgrund seiner Gesamtkomplexität nicht mehr weiter verfolgbar sei. Sowohl das Land Salzburg als auch die Stadt Laufen zeigte sich sehr überrascht und bedauerte die Entscheidung sehr.

Kritik seitens der Grünen 

Die grüne Landeshauptmann-Stellvertreterin der Stadt Salzburg, Dr. Astrid Rössler, kritisierte die Entscheidung und fordert die Offenlegung der Zahlen. Die Umweltreferentin will den Projektstopp nicht einfach so hinnehmen und kritisiert die einseitige Betrachtung auf rein wirtschaftlicher Basis. Während die Salzburger aufgrund dieser Entscheidung nun Bedenken äußern, dass ihr Masterplan Energie & Klima 2020 in Gefahr gerät, zeigen sich die Gegner des Geothermie-Projektes erleichtert.

Quelle: BGland24.de

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