BRK Wasserwacht-Ortsgruppe Laufen-Leobendorf

Freude über eigenes Fahrzeug

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„Im ersten Halbjahr war fast nichts los, dafür folgte in der zweiten Jahreshälfte fast alle zwei Wochen ein Einsatz“, erinnerte sich Ortsgruppenchef Christoph Scharf, der allen Arbeitgebern dankte, dass sie die Retter für die Einsätze freistellten.

Laufen – Ein arbeitsreiches Jahr hat die BRK Wasserwacht-Ortsgruppe Laufen-Leobendorf hinter sich gebracht. Jetzt darf sie sich über ein eigenes Fahrzeug freuen.

Die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Laufen-Leobendorf ist eine sehr dynamische Gruppe von aktuell 42 aktiven Einsatzkräften, die während der vergangenen Jahre bei Einsätzen, Sanitätsdiensten und Veranstaltungen maßgeblich das Rote Kreuz in der Salzachstadt vertreten und am Leben erhalten haben, da die dortige BRK-Bereitschaft immer schwächer wurde und sich schließlich als Einsatzgruppe mit mittlerweile nur noch vier Mitgliedern (und fünf Passiven) mit der BRK-Bereitschaft Teisendorf zusammenschloss. Ortsgruppenvorsitzender Christoph Scharf, die Technische Leiterin Sabrina Schauer und Jugendleiter Andreas Herner berichteten bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Leobendorf von einem ab der zweiten Jahreshälfte sehr arbeitsreichen und wegen des fehlenden Badylons auch für die Laufener Wasserwacht schwierigen Einsatzjahr.

960 Wachstunden und neun SEG-Einsätze

Mit 960 Wachstunden am Abtsee war die BRK-Wasserwacht mehr als doppelt so lang wie im Vorjahr (410) in Bereitschaft, um bei Notfällen im Badebetrieb rasch helfen zu können, was vor allem an den vielen Schönwettertagen liegt. Die Technische Leiterin der Ortsgruppe, Sabrina Schauer, überreichte dafür den beiden Wachdienst-Königen mit den meisten Stunden, Christian Pollhammer (138) und Nico Grothaus (135), einen Geschenkkorb mit Almdudler und Kakao. 13 Mal musste die Wasserwacht am See Erste Hilfe leisten, dreimal war das Motorboot im Einsatz und ein Patient wurde vom Landrettungsdienst abtransportiert. Insgesamt neun Mal war die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) gefordert, unter anderem bei einer Totenbergung, einer Tresor-Bergung und sieben Vermisstensuchen; bei „Beach on Fire“ kümmerte sich die Wasserwacht um den Sanitätsdienst. Darüber hinaus engagieren sich die Ehrenamtlichen auch im Hausnotruf-Hintergrunddienst des Roten Kreuzes, wobei 2015 bei zehn Einsätzen Hilfe notwendig war.

2016 kommt endlich das eigene Fahrzeug

Für die Aus- und Fortbildungen wurden rund 670 Stunden geleistet; Jugendleiter Andreas Herner fuhr allein im Landrettungsdienst und Krankentransport nochmal weitere 490 Stunden. 2015 konnte die Ortsgruppe zwei neue Jugendliche und zwei neue Aktive aufnehmen. „Im ersten Halbjahr war fast nichts los, dafür folgte in der zweiten Jahreshälfte fast alle zwei Wochen ein Einsatz“, erinnerte sich Scharf, der allen Arbeitgebern dankte, dass sie die Retter für die Einsätze freistellten. 2016 bekommt die BRK-Wasserwacht endlich ein eigenes Einsatzfahrzeug, nachdem es bei der gemeinsamen Nutzung eines Fahrzeugs mit der BRK-Bereitschaft in Laufen immer wieder zu Überschneidungen kam. „Das Auto ist wichtig als Zugfahrzeug fürs Boot und erweitert unseren Aktionsradius über den Abtsee hinaus als vollwertige mobile SEG“, freut sich Scharf. Zehn Prozent der Kosten muss die Ortsgruppe aus eigenen Mitteln bezahlen, was rund 7.000 Euro ausmacht – dafür brauchen die Ehrenamtlichen noch Spenden aus der Bevölkerung. Auch die Laufener Wasserretter schulen fleißig für den Digitalfunk – Christoph Scharf ist Multiplikator dafür, denn ab April wird scharf mit den neuen Geräten gefunkt. „Die neue Technik birgt große Chancen, die Netzabdeckung ist besser als beim Analogfunk, auch schon jetzt im Probebetrieb, obwohl noch nicht alle Masten betriebsbereit sind“, berichtete Scharf. Größere Anschaffungen wurden wegen des neuen Fahrzeugs 2015 weitgehend zurückgestellt; lediglich eine Ausrüstung zur Fließgewässerrettung wurde gekauft und ein gespendeter Frühdefi in Betrieb genommen.

Neun Jugendliche

Jugendleiter Andreas Herner berichtete von den Aktivitäten der aktuell neun Kinder und Jugendlichen, die 2015 als Grundausbildung einen Erste-Hilfe Kurs in Ainring absolvierten. Neben den regelmäßigen Gruppenstunden konnte der Nachwuchs in der Schwimmausbildung im Sommer Technik und Kondition verbessern und Rettungsgriffe üben. Im Winter lag der Schwerpunkt auf der Theorie, da nach wie vor das Badylon fehlt, wobei medizinisches und wasserrettungsspezifisches Wissen vermittelt wurde. Die Gruppe unternahm auch zwei Ausflüge zum Rettungshubschrauber „Christoph 14“ nach Traunstein und an die BRK-Rettungswache Freilassing, um die Arbeit von Notarzt und Rettungsassistenten besser kennenzulernen. Herner danke dem Ehepaar Christoph und Marion Scharf, die ihm bei vielen Terminen stets zur Seite standen, um den Wasserwacht-Nachwuchs zu fördern.

JHV der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Laufen-Leobendorf

Erwin Scharf für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Bernhard Kern, der Bürgermeister der Abtsee-Gemeinde Saaldorf-Surheim lobte die BRK-Wasserwacht als kleine Organisation mit riesigen Aufgaben, die dabei eine bemerkenswerte Leistung für die Allgemeinheit erbringt und immer wieder Leben rettet. Die Gemeinde beteiligt sich deshalb auch finanziell an der Beschaffung eines Frühdefis und sicherte eine Finanzspritze für das neue Einsatzfahrzeug zu. Laufens Bürgermeister Hans Feil sicherte der BRK-Wasserwacht ihren bereits reservierten Platz im Neubau der Feuerwehr zu: „Wir lassen Euch ganz sicher nicht absaufen!“ Feil dankte für die ehrenamtliche Arbeit und griff die Kritikpunkte und Bedenken einiger Bürger gegen den neuen Digitalfunk auf: „Die Technik bietet aber zu viele Vorteile und ist mittlerweile unverzichtbar. Die Laufener Polizei funkt auch bereits digital und hat keine Probleme.“ Kreis-Wasserwacht-Chef Rudi Schierghofer schloss sich den Dankesworten an, lobte das gute Verhältnis der Wasserwacht zu den Gemeinden und Bürgern und ehrte Christoph Scharfs Onkel Erwin für 30-jährige Dienstzeit in der Wasserwacht.

ml/BRG-BGL

Quelle: BGland24.de

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