Surheimer Dorffest

Musik in Bewegung - eine hohe Kunst

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Marschwertung Surheim

Surheim - Musizieren und gleichzeitig in unterschiedlichen Bewegungsformationen marschieren: Diese hohe Kunst bekamen die Besucher des Surheimer Dorffestes am Sonntag zu sehen.

Sieben Musikkapellen traten zu einer Marschwertung des Bezirksverbandes Chiem-Rupertigau an und begeisterten durch ihre gekonnten Vorführungen. Das Instrument zu beherrschen und sich harmonisch in den Klangkörper einer Musikkapelle einzufügen, gehört zum Grund-Handwerkszeug von Musikanten.

Zu musizieren, gleichzeitig zu marschieren und dabei auch noch Formationen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades einzunehmen, erfordern höchste Konzentration, Disziplin und Teamgeist. Für das Publikum im Surheimer Ortszentrum waren die Marsch-Vorführungen der sieben Kapellen ein Spektakel, das immer wieder mit großem Beifall bedacht wurde.

Unterschiede zwischen "Schwenkung", "Verengung" und "Schnecke"

Anders für die Wertungsrichter, die genau darauf zu achten hatten, wie exakt die vorgegebenen Kriterien in den verschiedenen Stufen eingehalten wurden. „Musik in Bewegung“ wird in den Stufen A bis E bewertet, wobei die Stufe E dem höchsten Schwierigkeitsgrad entspricht. Während der Vorführungen stellte Sprecher Schorsch Kamml die einzelnen Kapellen vor und erklärte die Feinheiten und Fachbegriffe einer Marschwertung. So konnten auch die unbedarften Zuschauer nachvollziehen, was beispielsweise mit einer Schwenkung, einer Verengung, einer Großen Wende oder einer Schnecke gemeint ist.

Mit dem Juventas-Marsch stellte sich die Stadtkapelle Freilassing in der Stufe C als erste dem Publikum und den Juroren vor. In der Stufe D traten die Musikkapellen Thundorf-Straß, Ainring, Altenmarkt / Alz und Ringham-Petting an. Besonders eindrucksvoll für die Besucher war die in dieser Wertungsstufe vorgeschriebene Große Wende.

Surheimer Kapelle auf höchstem Schwierigkeitsgrad

Besonders herzlicher Beifall kam auf, als die „Hausherren“ mit klingendem Spiel vor die Tribüne zogen und den Ehrengästen ihre Referenz erwiesen. Unter Leitung von Stabführer Markus Hagenauer war die Surheimer Kapelle in der Stufe E angetreten, bei der Show-Elemente, wie beispielsweise Schnecke, Kreis oder Stern gefordert werden. Die Surheimer hatten sich hier noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen, als sie sich zu einem lebenden und musizierenden Notenschlüssel formierten.

Dass „Musik in Bewegung“ zur schon fast professionellen Show werden kann, bewiesen abschließend die österreichischen Nachbarn aus St. Pantaleon. Bei den ausgefallenen Formationen, welche die Kapelle um Stabführer Martin Kinzl einnahm, fragte sich das staunende Publikum, „wie die wohl wieder zusammen finden?“

Bei der Übergabe der Urkunden – alle teilnehmenden Kapellen hatten mit „sehr gutem -“ oder gar „ausgezeichnetem Erfolg“ abgeschnitten, bedankte sich Bezirksvorsitzender Robert Koch bei allen Ehrengästen, Wertungsrichtern und Teilnehmern. Großes Lob und besonderen Dank sprach er der Musikkapelle Surheim für die hervorragende Organisation der Veranstaltung aus. Diesem Dank schlossen sich Max Kriesmaier und Chef-Wertungsrichter Franz Haidu, beide vom Musikbund von Ober- und Niederbayern, an. Bei herrlichem Sommerwetter und zu den Klängen der Kapellen von Surheim und St. Pantaleon saßen Musikanten und Besucher noch lange am gemütlichen Dorfplatz zusammen.

Marschwertung Surheim

Norbert Höhn

Quelle: BGland24.de

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