Zu wenig Verkehr: Westumfahrung auf der Kippe

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Oberteisendorf - Die Staatsregierung hat geantwortet: Die Ortsdurchfahrt ist nur unterdurchschnittlich belastet. Die Grünen wollen die Westumfahrung weiterhin verhindern.

Die Ortsdurchfahrt der Staatsstraße 2012 durch Oberteisendorf ist eher unterdurchschnittlich belastet. Das hat die Bayerische Staatsregierung vor kurzem auf eine schriftliche Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Dr. Christian Magerl geantwortet.

Weil die Strecke wegen der Topographie im Achthal aus der Sicht der Staatsregierung grundsätzlich nicht ausbaufähig ist, hat die Staatsregierung von sich aus eine mögliche Umfahrung Oberteisendorfs bislang auch nicht ins Auge gefasst. Für den Grünen-Marktgemeinderat Edwin Hertlein bestätigt diese Auskunft die Haltung der Teisendorfer Grünen zum geplanten Bau einer Westumfahrung Oberteisendorfs.

Die Verkehrsbelastung ist nach Ansicht Hertleins viel zu gering, um einige eine Millionen Euro teure Westumfahrung samt der dafür notwendigen erheblichen Eingriffe in ökologisch sensible Bereiche im Westen Oberteisendorfs zu rechtfertigen. Er könne auch nicht verstehen, dass für ein solches Projekt Hunderttausende von Euros aus dem Gemeindehaushalt aufgewendet werden sollten, während gleichzeitig der Marktgemeinderat eine Erhöhung des Etats für die Musikschule um 2.000 Euro jährlich abgelehnt habe.

Auch wären vom neuen Trassenverlauf fast ebenso viele Anwohner betroffen wie vom derzeitigen Trassenverlauf. Zudem sei damit zu rechnen, dass die Lärmbelastung und die Schadstoffbelastung für ganz Oberteisendorf unterm Strich sogar deutlich steigen werde, weil auf der neuen Umgehungsstrasse eine deutlich höhere Geschwindigkeit gefahren werde, als auf der jetzigen Ortstrasse.

Zudem könne von einer zeitnahen Verwirklichung des Projektes auch nicht gesprochen werden, weil eine große Anzahl von betroffenen Grundbesitzern bereits öffentlich erklärt habe, keine Grundstücke für eine Westumfahrung zur Verfügung zu stellen. Somit müsste ein Raumordnungsverfahren mit einem anschliessenden Enteignungsverfahren angestrebt werden, was sehr zeitaufwändig sei. Ob es bei einem Enteignungsverfahren auch tatsächlich zu einer Enteignung komme, sei angesichts der unterdurchschnittlichen Verkehrszahlen äusserst fraglich, so Hertlein weiter.

Um den von einer möglichen Westumfahrung Oberteisendorfs betroffenen Grundbesitzern ein ähnliches Martyrium wie im Falle des ehedem geplanten Containerterminals zwischen Hörafing und Ufering zu ersparen, sollten die Planungen für eine Westumfahrung Oberteisendorfs umgehend eingestellt werden.

Pressemitteilung Grünen Ortsverband Teisendorf

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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