Sechsjähriger wurde von Auto erfasst

Nach tödlichem Unfall in Wohngebiet: Gemeinde reagiert

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Foto vom vergeblichen Rettungseinsatz in der Pallinger Sonnenfeldstraße am 29. August.

Palling - Er war auf seinem Tretroller unterwegs und wurde von einem Auto übersehen: Ende August verunglückte ein Sechsjähriger in der Sonnenfeldstraße. Jetzt reagiert die Gemeinde.

Endlich ist ein Schritt getan für mehr Verkehrssicherheit im Wohngebiet im Pallinger Westen. Bei der Verkehrsschau am 8. November standen die Straßen des Wohngebiets im Fokus, auf der Gemeinderatssitzung am Donnerstag fielen nun die Beschlüsse: Rund um Buchet-, Sonnenfeld- und Harter Straße wird Tempo 30 eingeführt. Zusätzlich wird dort "Rechts vor links" gelten

"Außerdem werden wir noch untersuchen, ob man auch baulich nachbessern kann, zum Beispiel durch Fahrbahnteiler. Aber das wird wohl schwer zu verwirklichen sein", so Pallings Geschäftsleiter Lorenz Mayer gegenüber chiemgau24.de. Bisher schreckte man in Palling vor "rechtlichen Problematiken" zurück, um das Tempo dort zu drosseln. 

Bilder vom schrecklichen Unfall in Palling

Am Nachmittag des 29. August erfasste ein 61-Jähriger aus dem Landkreis Altötting in der Sonnenfeldstraße einen sechsjährigen Buben auf seinem Tretroller, der aus dem Grundstück plötzlich auf die Straße fuhr. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei konnte der Autofahrer den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Die Verletzungen des Sechsjährigen waren so schwer, dass er trotz intensiver Behandlung durch drei Notärzte noch an der Unfallstelle verstarb.

Abkürzer durch Siedlung: "Verkehr wie auf einer Autobahn"

Ein Problem ist auch, dass das Wohngebiet vor allem zu den Stoßzeiten immer wieder als Abkürzer genutzt wird. Viele Autofahrer, die von Traunreut kommen und nach Norden in Richtung Trostberg oder Feichten müssen, geben dann wegen der Staus entnervt auf und wollen über das Wohngebiet rund um Buchet- und Sonnenfeldstraße abkürzen.

"Zu den Stoßzeiten sind die Siedlungsstraßen dann voll", so Lorenz Mayer von der Gemeinde damals. Manche Pallinger beklagten, dass es im Wohngebiet zu den Hauptverkehrszeiten zugehe "wie auf einer Autobahn" - ein solch dramatisches Unglück sei nur eine Frage der Zeit gewesen. Zumindest mit den neuen Regelungen könnten die Straßen nun ein Stück weit sicherer werden. 

xe

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