Finden "elektronische Nasen" die Quelle?

"Intensiv und stechend": Warum stinkt's in Piding?

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Piding - Das Rätselraten über die Quelle des Gestanks in Teilen Pidings ist groß - nun könnten Experten engagiert werden: "Wie abgestandenes Fäkalwasser und noch etwas", meint der Bürgermeister.

"Manchmal riecht man's zwei-, dreimal täglich, dann wieder gar nicht" - auch Bürgermeister Hannes Holzner hat keine Ahnung woher der unangenehme Geruch in Piding kommt. Nicht das ganze Dorf ist betroffen, sondern nur zehn bis 20 Prozent des Gemeindegebiets, versichert Holzner. In der Nähe der A8 und dem Kreisverkehr an der B20 belästigt der Gestank ebenso wie rund um die Ganghoferstraße.

Das Rätselraten ist groß: "Oft tritt das nur für wenige Minuten auf. Es ist ein intensiver und stechender Geruch in der Nase und setzt sich in der Kleidung fest", so Holzner. Er vergleicht es mit "abgestandenem Fäkalwasser" und überlegt: "aber da ist auch noch etwas anderes mit dabei." Meistens haben die Pidinger zwischen 18 und 0 Uhr damit zu kämpfen, vor vier Jahren kamen die ersten Beschwerden. Nun beschloss der Gemeinderat, Experten einzuschalten.

Die Quelle zu finden ist "extrem kompliziert"

Bis zu 15.000 Euro wurden nun bewilligt, um eventuell ein Büro für Geruchsbelästigungen zu engagieren.Es könnte sogenannte elektronische Nasen in Piding anbringen, die im besten Fall die chemischen Stoffe in der Luft aufzeichnen und so eine neue Spur zu der Geruchsquelle liefern könnten: "Aber das ist extrem kompliziert", gibt der Rathauschef zu. Das Problem: Der Gestank tritt wohl immer nur für einige Minuten auf, verschwindet dann wieder. Bis die "elektronischen Nasen" für Piding geliefert werden können, würden sechs bis acht Wochen vergehen. Daher will man sich im Gemeinderat vor der Bestellung nochmal überlegen, wann der beste Zeitpunkt wäre, die Geräte einzusetzen.

Seit zwei Monaten tritt der Gestank wieder öfters auf im Luftkurort. Die Gemeinde will erst noch abwarten, ob man auch bei kälteren Temperaturen wieder damit zu kämpfen hat - "aber in den vergangenen Jahren roch es auch in den Wintermonaten schon", so Holzner. Hat der Bürgermeister einen Verdacht? "An der Kläranlage allein liegt es nicht, das haben wir vor einigen Jahren schon herausgefunden." Aber auch Hannes Holzner selbst ist genervt: "Wenn man zum Beispiel auf der Terrasse sitzt, bei einem Glasl Wein, kommt das auf einmal. Und der Geruch ist so intensiv, dass man dann gerne lieber weg geht."

xe

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © pa

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