Autobahn Piding 

Keine Entlastung für Autobahnanwohner

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Piding - Eine Entlastung für die Anwohner der Autobahn A 8 in Piding ist weiterhin nicht in Sicht. Bereits im April erhielt der Gemeinderat eine ablehnende Antwort aus dem Bayerischen Staatsministerium: 

Entlastung für Autobahnanwohner Dr. Bärbel Kofler, MdB informierte SPD Piding über Antwort des Bayerischen Innenministers

Eine schnelle Entlastung ist für die Anwohner der Autobahn A 8 in Piding wohl weiterhin nicht in Sicht. Nachdem der Gemeinderat bereits im April eine ablehnende Antwort des Bayerischen Staatsministeriums für Inneres, Bau und Verkehr bezüglich einer möglichen Geschwindigkeitsbeschränkung und anderen Maßnahmen erhielt, hatte nun die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler bei Staatsminister Joachim Hermann nachgehakt.Bei einem Ortstermin an der Autobahn mit den beiden SPD-Gemeinderäten Helmut Grünäugl und Herbert Schlindwein sowie dem Vorsitzenden der Pidinger SPD Dieter Schaefer informierte sie über die Ergebnisse.

Staatsminister ist anderer Meinung

Die auch vom SPD-Ortsverein vorgetragene Argumentation, dass die während des Gipfels in Elmau angeordnete Geschwindigkeitsbeschränkung auch für die Hauptreisezeiten während der Ferien ein Beitrag für mehr Verkehrssicherheit und zur Entlastung von Lärm und Abgasen sein könnte, teilte der Staatsminister nicht. Die besonderen Maßnahmen seien "kein Bezugsfall" für ein Tempolimit. Außerdem sei zur Ferienzeit das"Geschwindigkeitsniveau aufgrund der höheren Verkehrsdichte ohnehin geringer als zu anderen Zeiten des Jahres", so Joachim Hermann.

Keine Pläne für Sanierungsmaßnahmen

Bärbel Kofler bedauerte, dass es laut Staatsminister Hermann weiterhin keine konkreten Planungen für Sanierungsmaßnahmen und das weitere Aufbringen eines den Lärm mindernden Fahrbahnbelags gebe. "Nachdem sich der Autobahnausbau in Piding völlig unabhängig von der Variante auf alle Fälle noch hinziehen wird, wären schnelle Maßnahmen zugunsten der Anwohner besonders wichtig", zeigte sich die Bundestagsabgeordnete überzeugt.

"Trassendiskussion lähmt Entwicklung im Ort"

Der Vorsitzende der SPD Piding Dieter Schaefer bedankte sich bei Bärbel Kofler für ihr Engagement und bat sie darum, bei dem Thema am Ball zu bleiben. Insgesamt sei das Thema Autobahn weiterhin eine große Belastung für die Gemeinde. "Die immer noch fortdauernde Trassendiskussion lähmt die Entwicklung unseres Ortes nicht nur beim Verkehr", war er sich sicher.

Als Schritt in die richtige Richtung werteten die beiden SPD-Gemeinderäte Helmut Grünäugl und Markus Schlindwein den gemeinsamen Beschluss des Pidinger Gemeinderats mit allgemeinen, für beide Planungsvarianten gültigen Forderungen nach besseren Schutzmaßnahmen gegen Lärm und Abgase sowie Verbesserungen beim Hochwasserschutz. "Jetzt sind auch die übergeordneten Behörden und Entscheidungsträger in der Pflicht, Nägel mit Köpfen zu machen und spätestens bei den Beratungen zum Bundesverkehrswegeplan zu Entscheidungen zu kommen", forderten die beiden Kommunalpolitiker.

Zum Abschluss des Besuchs sprachen die Vertreter der SPD Piding noch ein ganz anderes Thema an: die Mietpreisbremse. Nach der nun vom Freistaat Bayern erlassenen Verordnung könnte auch in Piding der Umfang künftiger Mietsteigerungen auch bei Mieterwechseln beschränkt werden. "Für uns als Pidinger Sozialdemokraten ist es auf alle Fälle ein deutliches Zeichen, dass in unserer Gemeinde dringend mehr guter und bezahlbarer Wohnraum erforderlich ist", meinte Dieter Schaefer. Er vereinbarte, sich mit Bärbel Kofler weiter über Fördermöglichkeiten von Bund und Land für diesen Zweck auszutauschen.

Pressemitteilung Sozialdemokratische Partei Deutschlands/ Ortsverein Piding

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Sozialdemokratische Partei Deutschlands / Ortsverein Piding

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