A8-Ausbau: Nein zu beiden Varianten!

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Piding - Nun steht die Stellungnahme der Gemeinde: Beide von der Autobahndirektion vorgeschlagenen Varianten werden abgelehnt! Ob

In zwei nichtöffentlichen Klausurtagungen brütete man in Piding über eine Stellungnahme der Gemeinde zu den Vorschlägen der Autobahndirektion: Bestandsausbau auf Dammlage und Nordumfahrung Pidings entlang des Högls. Rechtsanwälte aus München, ein Stadtplaner aus Traunstein und ein Straßenplaner aus Dresden arbeiteten die Eckpunkte aus, in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch wurde die Stellungnahme nun verabschiedet. Beide Konzepte der Autobahndirektion Südbayern werden abgelehnt!

Bereits 2010 sprach man sich in Piding für die Nordvariante mit einer zwei Kilometer langen Einhausung aus. Doch die Autobahndirektion sah die Sache ganz anders und favorisiert bisher einen Bestandsausbau. Nun legte Piding seine Forderungen vor.

- In beiden Varianten müsse der Hochwasserschutz gewährleistet bleiben.

- Die Pidinger Anschlussstelle sei "völlig überdimensioniert" und würde nicht ins Landschaftsbild passen.

- Man pocht auf der Anschlussstelle Schwarzbach kurz vor der Grenze und wünscht eine Umbenennung der Ausfahrt in "Bad Reichenhall-Schwarzbach", wohl um mit weniger Durchgangsverkehr zu kämpfen.

- Bei einem Bestandsausbau fordert man von Richtung Salzburg eine separate Ausfahrt ("Nordrampe") in Richtung Freilassing. An der B20 käme es dann zu weniger kreuzendem Verkehr und weniger Unfällen.

- Bei einem Bestandsausbau soll die A8 nicht höher-, sondern tiefergelegt werden. Die von der Autobahndirektion geplante Dammlage der Strecke mit neun Meter hohen Lärmschutzwänden würde die Trennwirkung nur noch mehr verstärken.

- Die tiefergelegte A8 soll untertunnelt werden, darüber nutzbare Grünflächen.

- Falls man sich bei der Autobahndirektion doch noch für die Nordvariante entscheiden sollte, will man in Piding die A8 dort schließlich ebenfalls nicht auf einem zwei bis vier Meter hohen Damm sehen, sondern abgesenkt und über zwei Kilometer eingehaust.

- Piding fordert Ausgleichsflächen und Ersatzmaßnahmen, um den Erholungswert vor Ort steigern zu können. Auch der Titel "Luftkurort" dürfe durch den Ausbau nicht gefährdet werden.

Ob die Forderungen bei der Autobahndirektion aber umgesetzt werden, steht auf einem anderen Blatt Papier. Auch wenn die Autobahndirektion versprach, die Forderungen zu "berücksichtigen", rechnet in Piding kaum jemand damit, dass sich an den Plänen noch etwas ändert. Im Sommer soll der Vorentwurf des A8-Ausbaus beim Bund eingereicht werden.

xe

Quelle: BGland24.de

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