Chance für Piding

Nordumfahrung für Bevölkerung Thema Nummer 1!

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v.l.n.r. im Bayerischen Landtag: Walter Pfannerstill, 1. Vorsitzender der FWG Josef Dendl, MdL Michaela Kaniber, Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr Joachim Herrmann, Sprecher der IG „CHANCE für PIDING“ Wolfgang Graf und Georg Nitzinger sowie der 2. Vorsitzender der CSU Gerhard Rotter.

Piding - Anlässlich eines Termins im Maximilianeum konnte die Interessengemeinschaft „Chance für Piding“ ein Dossier zum Autobahnbau an Innenminister Joachim Herrmann übergeben:

Im Maximilianeum, dem Sitz des Bayerischen Landtags, bekam eine Pidinger Delegation durch Michaela Kaniber (CSU), Mitglied des Bayerischen Landtags und Kreisvorsitzende des Berchtesgadener Landes, die Möglichkeit im Rahmen eines vereinbarten Termins dem zuständigen Minister eine umfassende Stellungnahme zum Ausbau der A8 persönlich zu überreichen. Bei der Erarbeitung dieser Stellungnahme waren Bürger aus verschiedenen Ortsteilen, Gemeinderäte unterschiedlicher Fraktionen und vom Ausbau Betroffene als auch nicht Betroffene beteiligt. In diesem Dossier wird unter anderem die einmalige Sondersituation von Piding im gesamten Bundesgebiet mit einer Autobahn mitten durch einen anerkannten Luftkurort auf einer Dammlage thematisiert.

Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr Joachim Herrmann, Sprecher der IG „CHANCE für PIDING“ Wolfgang Graf und Georg Nitzinger sowie der 2. Vorsitzender der CSU Gerhard Rotter. Der Schwerpunkt des Gesprächs mit dem Minister lag vor allem auf dem Planungsdialog, dem Gemeinderatsbeschluss der Gemeinde Piding und der Sondersituation der Gemeinde hinsichtlich der Autobahn.

Planungsdialog und Gemeinderatsbeschluss pro Nordumfahrung

Bereits in dem von Minister Herrmann im Mai 2009 ins Leben gerufenen Planungsdialog und der Übergreifenden Planungsbegleitung (ÜPB) wurde dem Bundesverkehrsministerium empfohlen, im Bereich der Gemeinde Piding eine Verlegung der Autobahn als Nordumfahrung inklusive Einhausung zu planen, so Wolfgang Graf, Sprecher der IG.

Eine Realisierung als Bestandstrasse würde Bürgerbeteiligungen, wie es der Planungsdialog war, unsinnig erscheinen lassen und die daraus hervorgegangene Empfehlung vollends ins Leere laufen lassen. Des Weiteren gibt es bereits seit 2010 einen gültigen, nochmals bestätigten Beschluss des Gemeinderats von Piding für eine Nordumfahrungsvariante. So lehnte es der Pidinger Gemeinderat in einer Sondersitzung am 19.12.2014 ab, seinen Grundsatzbeschluss vom 13.10.2010 aufzuheben und einem bestandsorientierten Ausbau zuzustimmen. Der Präsident der Autobahndirektion Südbayern (ABDSB), Paul Lichtenwald, hatte sich zudem im Planungsdialog in der Form geäußert, nicht gegen den Willen der Gemeinde Piding eine Variante zu bauen.

Faktischer „Neubau“ und nicht nur ein „Ausbau“

Da es sich bei jeder Variante faktisch um einen kompletten Neubau der Autobahn im Bereich Piding handelt, stellt sich die Frage, wo denn eine neue Autobahn gebaut würde, wenn es diese noch nicht gäbe. Die Antwort hierfür liegt auf der Hand: Niemals mittig durch den Luftkurort auf einer mindestens 5 Meter hohen Dammlage, sondern um Piding herum!“.

Naturschutz wichtiger als der Mensch vor Ort?

Weitere Themen waren die enorme Trennwirkung, Beeinträchtigungen des Orts- und Landschaftsbildes sowie die Grund- und Hochwasserproblematik bei einem Bestandsausbau. Walter Pfannerstill sprach zudem den vermeintlichen, nicht nachvollziehbaren Vorrang des Artenschutzes an: „Der Artenschutz könne doch nicht vor dem Menschenschutz stehen!“

Der Minister sicherte den Pidinger Bürgern zu, sich von den Auswirkungen im Detail selbst ein Bild zu verschaffen und dankte den Vertretern aus Piding. Georg Nitzinger als Sprecher der IG ließ abschließend noch den Landrat Georg Grabner (CSU), den 1. Bürgermeister Hannes Holzner (CSU), die Vorsitzende der CSU, Sabine Wolf und den Vorsitzenden der FWG, Christian Wagner, entschuldigen, die u.a. aus beruflichen Gründen den Termin kurzfristig nicht wahrnehmen konnten.

Quelle: INTERESSENGEMEINSCHAFT „CHANCE FÜR PIDING“

Quelle: BGland24.de

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