Gespräch zum neuen Hotelprojekt in Piding

Neues Low-Budget-Hotel kurz vor Eröffnung

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Pidings Bürgermeister Hannes Holzner und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Dr. Thomas Birner, freuen sich über das neue Hotel an der Autobahnausfahrt Piding.

Piding - Mitte Oktober wird der Grundstein für das neue Hotel gelegt. Im Vorfeld sprachen Bürgermeister und Geschäftsführer über ihre Zusammenarbeit. Das Gespräch:

Grundsteinlegung für das neue Styles Hotel ist am 16. Oktober. Pidings Bürgermeister Hannes Holzner und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Dr. Thomas Birner, erläutern die Zusammenarbeit im Vorfeld und sprechen über Gewerbeflächenmanagement.

Wie wird das neue Hotel an der Autobahnausfahrt Reichenhall aussehen?

Bürgermeister Holzner: Geplant sind 89 Zimmer über drei Geschosse. Das Hotel wird ein Frühstücksrestaurant und eine Bar haben. Es werden ausreichend PKW-Stellplätze sowie zwei Busparkplätze geschaffen. Die Zielgruppen sind Geschäfts- und Firmenreisende, aber auch touristische Gruppen im Kurzzeiturlaub wie zum Beispiel Rad- und Motorradfahrer, Klettersteiggeher, Museumsbesucher etc.

Für die Innenarchitektur und die Gestaltung des neuen Styles Hotels ist neben der BFP-Hotelbau die sporerplus GmbH, Stuttgart, verantwortlich.

Das ausführende Unternehmen, die BFP-Hotelbau GmbH, hat ihren Sitz in Bad Reichenhall. Wie kam es zu dem Projekt mit einem einheimischen Planungsbüro?

Dr. Birner: Zwischen der WFG BGL und der BFP Hotelbau besteht seit Jahren Kontakt. Wir haben bereits mehrfach über Hotelprojekte im Landkreis gesprochen, wie sie im Masterplan Hotelentwicklung der WFG BGL vorgeschlagen sind, zum Beispiel ein Budgethotel an einem autobahnnahen Standort. Es war dann ein längerer Prozess, gemeinsam mit der BFP-Hotelbau und der Gemeinde Piding ein geeignetes Grundstück und interessierte Investoren zu finden. Es kommt immer auf das Zusammenspiel aller Akteure an, zum Beispiel bei den genehmigungsrechtlichen Fragestellungen.

Holzner: Im Fall Styles Hotel ist die Zusammenarbeit hervorragend gelaufen. Zunächst war es ein Glücksfall, dass es ein geeignetes Grundstück in einem bestehenden Gewerbegebiet gab, das der Gemeinde Piding gehörte. Mit der BFP-Hotelbau war es möglich, ein Hotelkonzept zu entwickeln, das zu diesem Grundstück passte. Wichtig war Dr. Birner und mir außerdem, dass die BFP-Hotelbau überwiegend Unternehmen aus der Region am Hotelbau beteiligt, so dass ein Teil der Wertschöpfung in der Region bleibt. Und dank der Wirtschaftsförderung ist es gelungen, bayerische Fördermittel für das Projekt zu erhalten.

Generell ist es nicht einfach, im Berchtesgadener Land Flächen für ein Projekt dieser Größenordnung zu finden.

Dr. Birner: Gewerbeflächen sind bei uns ein knappes Gut. Ein großer Teil des Landkreisgebietes besteht aus schutzwürdigen Naturräumen. Wir haben den einzigen Nationalpark Deutschlands in den Alpen und sind Biosphärenregion. Damit stehen wir für die Verbindung von nachhaltiger Wirtschaft und Natur wie kein anderer Wirtschaftsraum in Deutschland. Die hohe Lebens- und Freizeitqualität, die wir an unserem Standort haben, machen ihn auch für Unternehmer und Arbeitnehmer von außerhalb attraktiv.

Was bedeutet das für die Ansiedlungs- und Förderpolitik?

Dr. Birner: Unsere Ansiedlungs- und Förderpolitik konzentriert sich auf Gewerbe, das möglichst ohne große Flächen auskommt und das mit unseren Naturräumen verträglich ist. Gleichzeitig ist unser Gewerbeflächenmanagement darauf ausgelegt, bestehende Flächen effizient zu nutzen. Nächstes Jahr planen wir zum Beispiel eine Potentialanalyse zur Aufwertung und besseren Nutzung bestehender Gewerbeflächen. Ziel des von Landrat Grabner ins Leben gerufenen Zweckverbands Gewerbeflächenmanagement ist es, neue Gebiete sehr kompakt und gemeindeübergreifend zu erschließen. Ich will aber nicht verschweigen, dass wir hier oft auf Schwierigkeiten stoßen und daher noch nicht so weit sind wie wir gerne wären.

Holzner: In den vergangenen Jahren lag der Fokus bei den Gewerbeflächen darauf, leer stehende Gewerbeflächen zu belegen. Derzeit ist in Piding kein Leerstand mehr vorhanden. Bestehende Firmen wurden bei der Erweiterung unterstützt und sinnvolle und ergänzende Neuansiedlungen vorangetrieben. Das ist uns gerade mit dem Hotelprojekt bestens gelungen. Daher noch einmal: Ich bin sehr zufrieden, dass wir beim Bau des Styles Hotels im Sinne unserer Standortmarke zusammen arbeiten: nachhaltige Bauweise, einen der Umgebung angepassten Bau und die Beschäftigung zahlreicher Betriebe im Landkreis.

Pressemitteilung Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land mbH

Quelle: BGland24.de

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