Schnalzerverein zu Besuch in der Grundschule

Die Goaßln knallten auf dem Pausenhof

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Schnalzerverein zu Besuch in der Grundschule in Saaldorf-Surheim.

Saaldorf-Surheim - Die Kinder der Grundschule durften sich beim Besuch des Schnalzervereins nach der Theoriestunde auch selber einmal im Schnalzen versuchen.

„Aufdrahd, oane, zwoa, drei - dahi geht´s“, hallte es am Unsinnigen Donnerstag über das Pausengelände der Saaldorfer Grundschule. Doch nicht die Lehrerinnen gaben diesmal das Kommando, sondern der vierjährige Jakob Kern als „Aufdraher“ einer Schüler- Schnalzerpass.

Schnalzerverein zu Besuch in der Grundschule in Saaldorf-Surheim.

Auf Einladung von Kindergarten und Schule waren Mitglieder des Schnalzervereins Saaldorf-Surheim an die Grundschule gekommen, um den Kindern den alten Rupertiwinkler Brauch des Aperschnalzens näher zu bringen. Da passte es gut, dass mit der Jugendpass Saaldorf 3 schon erfahrene Schnalzer ihr Handwerk vorführen konnten.

Zuvor schon hatte der Schulchor auf das Schnalzen eingestimmt: „Wos braucht ma aufn Bauerndorf, wos braucht ma aufn Dorf? – A Goaßl, de laut kracht – A da Fruah und a auf d‘ Nacht – A Faschingsgaudi mit Trara – Ja do san alle Kinder da – Des braucht ma aufn Bauerndorf, des braucht ma aufn Dorf.“

„Mit dem Lärm der Goaßln wollte man früher die bösen Geister des Winters und der Dunkelheit vertreiben“, erklärte Bernhard Kern, Vorsitzender der Schnalzervereinigung Rupertigau, den Kindern. Erst viel später sei dann das Aperschnalzen entstanden, bei dem alle Mitglieder der Pass im Rhythmus nacheinander schnalzen.„Erlaubt ist das Schnalzen aber nur zwischen dem Stefanie-Tag (2. Weihnachtstag) und dem Faschings-Dienstag“, wies Bernhard Kern auf die strengen Regeln des Brauchtums hin.

In vielen Orten des Rupertigaues fänden jedes Jahr Preisschnalzen statt, an denen sich auch immer mehr Kinder- und Jugendpassen beteiligen würden. „Erst am vergangenen Sonntag haben an die 2000 Schnalzer auf der gegenüberliegenden Straßenseite ihre Goaßln knallen lassen“, erinnerte Kern an das Rupertigau-Preisschnalzen.

Nach so viel Theorie und nachdem die „Profis“ noch einige Male aufgedreht hatten, wagten auch mutige Schüler einen ersten Schnalz-Versuch. Dass es gar nicht so einfach ist, die Goaßl zum Knallen zu bringen, ohne sich hoffnungslos in ihr zu verwickeln, mussten nicht nur die Kinder erfahren, sondern auch Schulleiter Franz Eder.

Zuvor schon durften sich auch die Surheimer Kinder, unterstützt von Mathias Weibhauser und Christoph Hobmayer, an der Goaßl versuchen. Zur Belohnung spendierte der Elternbeirat für jedes Schulkind einen Faschingskrapfen.

nh

Quelle: BGland24.de

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