Planungen werden vorangetrieben

Ein Salzachsteg 200 Jahre nach der Grenzziehung?

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Hier soll ein Steg über die Salzach führen. V.l. Bürgermeister Bernhard Kern, Landesrat Dr. Josef Schwaiger, Bürgermeister Johann Mühlbacher

Saaldorf-Surheim - Ein Steg über den Fluss soll die Gemeinde mit dem österreichischen Nachbarort verbinden, das ist zumindest die Vision der beiden Bürgermeister.

Schnell einmal beim drentern Wirt einkehren, eine Radltour zum Haunsberg unternehmen, mit der Lokalbahn von Anthering nach Salzburg fahren, wie praktisch wäre da ein Steg über die Salzach! Wenn es nach Bürgermeister Bernhard Kern und seinem Antheringer Amtskollegen Johann Mühlbacher geht, wird diese Vision bald Wirklichkeit.

Anlässlich eines Informationsaustausches zur Zukunft der Salzach waren sich die beiden Gemeindechefs einig, dass dieses "Leuchtturm-Projekt" schon 2016, wenn sich die Grenzziehung zwischen Bayern und Salzburg zum zweihundertsten Mal jährt, zumindest planerisch in trockenen Tüchern ist.

Steg soll Verbindung zwischen beiden Gemeinden fördern

"Ein Steg über die Salzach wäre ja nicht nur für Wanderer und Radfahrer attraktiv, er würde auch die historisch gewachsenen Verbindungen zwischen beiden Gemeinden und ihren Vereinen fördern und neu beleben", blickte Bernhard Kern in die nahe Zukunft. Er wies darauf hin, dass sich die Brücke auch als zentrales Anliegen im laufenden Projekt "Ortsentwicklungsplanung" wiederfindet. "Der Steg soll bei Flusskilometer 56,6 gebaut werden, weil von diesem Standort am österreichischen Ufer ein Weg schnurstracks zum Antheringer Bahnhaltepunkt führt", erklärte Hans Mühlbacher.

Energie- und Wasserbau-Landesrat Dr. Josef Schwaiger gab zu erkennen, dass das Projekt von der politischen Seite unterstützt werde. Auch Bürgermeister Kern konnte berichten, dass er speziell vom Wasserwirtschaftsamt schon positive Signale erhalten habe.

Wie geht es weiter?

Laut Kern sollen schon in allernächster Zeit Gespräche mit der Wasserwirtschaft geführt werden. Eng kooperieren wolle man selbstverständlich mit der EuRegio. Auch hoffe man auf Förderung im Rahmen eines LEADER-Projekts. Man wolle auf alle Fälle versuchen, die Planung möglichst schnell voranzubringen. "Brücken verbinden – und das wäre 200 Jahre nach der Grenzziehung nicht nur eine praktische Sache, sondern auch ein zukunftsweisendes Symbol", waren sich die beiden Gemeindeoberhäupter einig.

Norbert Höhn

Quelle: BGland24.de

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