Verlegung der Staatsstraße 2104

SPD: Einigkeit bei Forderung nach Nordumfahrung

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SPD-Vertreter in Neusillersdorf im Gespräch mit Anwohnern (v.l.): Roman Niederberger (SPD-Kreisvorsitzender), Dr. Klaus Koch (Gemeinderat), Bernhard Rau (SPD Saaldorf-Surheim), Käthe Rödig (Anwohnerin), Christine Schinagl (stv. Vorsitzende der Anwohnerinitiative), Thomas Rödig (Anwohner), Rosina Rau (SPD Saaldorf-Surheim), Franz Hagenauer (3. Bürgermeister Saaldorf-Surheim)

Saaldorf-Surheim - Auf Einladung der Anwohnerinitiative reiste der SPD-Ortsverband nach Neusillersdorf, um sich über den aktuellen Stand der geplanten Ortsumfahrung zu informieren.

„Da braucht man schon gute Nerven“: Die Einladung der Anwohnerinitiative nach Neusillersdorf nutzte der Kreisrat und SPD-Kreisvorsitzende Roman Niederberger, um sich unmittelbar ein Bild von der Verkehrssituation zu machen und radelte aus seiner Arbeit in Laufen nach Saaldorf-Surheim. „Bis Saaldorf kommt man auf den Radwegen sicher und gut voran, aber auf der Staatsstraße wird es dann echt gefährlich“, stellte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion fest.

Gemeinsam mit dem 3. Bürgermeister von Saaldorf-Surheim Franz Hagenauer und dessen SPD-Fraktionskollegen Dr. Klaus Koch traf sich Roman Niederberger bei dem Haus der Familie Rödig mit Anwohnern und Vertretern des SPD-Ortsvereins, um sich über den aktuellen Stand bei der Ortsumfahrung Neusillersdorf zu informieren. Nach wie vor stößt die Entscheidung, aufgrund der auf die höhere Naturschutzbehörde übergegangenen Zuständigkeit eine neue Umweltprüfung durchzuführen, auf Unverständnis bei den Anwohnern und Kommunalpolitikern.

Nach langen Jahren, schwierigem Grundstückserwerb und aufwändiger Klärung der Finanzierung waren wir jetzt endlich auf der Zielgeraden“, schilderte Franz Hagenauer den bisherigen Ablauf. Die stellvertretende Vorsitzende der Anwohnerinitiative Christine Schinagl führte die Besucher zunächst entlang der bisher geplanten Nordumfahrung. „Es handelt sich eben nicht um einen großen Eingriff in unberührte Natur, sondern um ein lange mit Augenmaß und Vernunft geplantes und vor allem aus Gründen der Verkehrssicherheit dringend erforderliches Projekt“, machte sie deutlich.

Eine Untersuchung einer möglichen Südtrasse, die ebenfalls von den Besuchern besichtigt wurde, werde mit Sicherheit keine geringeren Belastungen für Natur und Umwelt ergeben, war sich Dr. Klaus Koch sicher. Schließlich sei dort auch ein FFH-Gebiet mit betroffen und mit einer deutlich größeren Flächenversiegelung zu rechnen. „Als SPD haben wir uns sowohl auf örtlicher als auch auf Kreisebene immer für ein gut ausgebautes und flächendeckendes Radwegenetz eingesetzt. Der Bau der Nordumfahrung ist jetzt die Chance, eine gefährliche Lücke zu schließen“, ergänzte Franz Hagenauer. „Im Moment ist die Situation bei uns aufgrund der Umleitung wegen der Bauarbeiten in Laufen besonders schwierig“, ergänzte Käthe Rödig.

Wunder könne man nicht versprechen, aber man werde alle Möglichkeiten nutzen, um einen schnellen Bau der Umfahrung zu unterstützen, sagte Roman Niederberger im anschließenden Gespräch mit den Vertretern der Anwohnerinitiative zu. Der für das Berchtesgadener Land in der SPD-Landtagsfraktion zuständige Abgeordnete Dr. Herbert Kränzlein sei bereits umfassend über das Thema informiert und habe seine Unterstützung zugesagt. „Wir stehen als SPD zu einer Verkehrspolitik, die den Flächenverbrauch reduziert und die Belange von Umwelt und Natur berücksichtigt. Hier gibt es aber eben keine ökologisch günstigere Variante, sondern mit einer erneuten Umweltprüfung wird ein für die Anwohner und die Verkehrssicherheit sehr wichtiges Projekt nur verschoben und mit zusätzlichen Kosten belastet“, waren sich zum Abschluss des Besuchs SPD-Vertreter und Anwohner einig.

Pressemitteilung SPD Kreisverband Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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