Ein "Leuchtturmprojekt" an der Salzach

Grenzbrücke zwischen Saaldorf und Anthering

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Lokalaugenschein der Bürgermeister Johann Mühlbacher, Anthering, (li.) und Bernhard Kern, Saaldorf-Surheim an der Salzach, wo der Fußgänger- und Radfahrersteg errichtet werden soll.

Saaldorf-Surheim/Anthering - Saaldorf-Surheim und Anthering sind nur durch die Salzach getrennt. Jetzt sollen beide Gemeinden durch einen neuen Grenzübergang noch enger verbunden werden.

Anthering und die am gegenüber liegende bayerische Gemeinde Saaldorf-Surheim planen seit langem einen Grenzübergang in Form eines Rad- und Fußgängerüberganges zu errichten, um beide Gemeinden noch enger zu verbinden. „Beide Gemeinden verbinden Gemeinsamkeiten im gesellschaftlichen Leben, wie etwa in den Vereinen, insbesondere die beiden Schnalzervereinigungen arbeiten eng zusammen und es wäre eine gute touristische Attraktion“, erklären die Bürgermeister Johann Mühlbacher, Anthering, und Bernhard Kern, Saaldorf-Surheim, unisono.

Die Gattin des bayerischen Bürgermeisters stammt aus Salzburg und so sind die familiären Bande ebenfalls eng. Als der Salzburger Landeshauptmann vor einiger Zeit dazu aufrief, für das Impulsprojekt 2015 „Leuchtturmprojekte“ einzureichen, dachten beide Bürgermeister an ihr Projekt an der Salzach und konkretisierten dieses für die Einreichung.

„Zudem passt es auch in das kommende Jahr, in dem der Abtrennung des Flachgaues westlich von Saalach und Salzach an Bayern, dem Rupertiwinkel, gedacht wird und es wäre schon die Beschlussfassung eine völkerverbindende Idee“, so die Bürgermeister. In der jüngsten Sitzung hat die Gemeinde Anthering die Idee bereits befürwortet.

Der Steg würde etwa in der Mitte der Strecke zwischen Autobahnbrücke und Oberndorfer Staatsbrücke errichtet. Ursprünglich hatte man auf einen Grenzübergang über das geplante und nunmehr verworfene Kraftwerksprojekt gehofft. Aber auch in die neuen Überlegungen der Vision „Naturpark Salzachauen“ würde ein solcher Steg passen, heißt es aus den Gemeinden.

Errichtet sollte er in einer Verbindung durch die Salzachau beim Bahnhof Anthering bis in die „Herrenau“ bei Surheim werden, etwa bei Flußkilometer 56,6. Grundeigentümer sind salzburgerseits Mayr Melnhof, dessen Einverständnis bereits zugesichert ist, und in Bayern der Freistaat.

Die beiden Gemeinden sehen ein verstärkendes Argument für die Errichtung eben den zukünftigen Naturpark Salzachauen und die gute Anbindung einerseits an die öffentlichen Verkehrsmittel mit der nahe Lokalbahn und den beidseits der Salzach geführten Treppelwegen, die von Radfahrern und Spaziergängern gerne angenommen wurden. Erst im vergangenen Jahr hat Bergheim den Salzachsteg über die Fischach erneuert und so die Attraktivität des Treppelweges verstärkt.

Josef A. Standl

Quelle: BGland24.de

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