Begegnungsfest in Saaldorf-Surheim

Fest bringt Einheimische und Asylbewerber näher

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Saaldorf - Beim Begegnungsfest in Saaldorf kamen sich Asylbewerber und Einheimische näher. Die neuen Dorfbewohner erfreuten die Besucher mit kulinarischen Spezialitäten aus ihrer Heimat.

 Sie gehören in Saaldorf schon zum gewohnten Ortsbild, die Asylbewerber aus Nigeria und aus der Ukraine. Auch dank eines engagierten Helferkreises sind die neuen Mitbürger im Dorf gut integriert und vielseitig engagiert.

„Come together - Miteinander reden, essen, trinken, lachen, sich freuen“, unter diesem Motto stand dann auch ein Begegnungsfest von Asylbewerbern und Einheimischen am Saaldorfer Kirchen-Vorplatz. Und so mancher bayerische Gaumen konnte sich an den fein zubereiteten Speisen aus den Heimatländern der Asylbewerber erfreuen. „Habe die Ehre“, mit dieser Begrüßung sorgte Friday Aigbogun aus Nigeria für viel Heiterkeit bei den Gästen. Als „altgedientem“ Bauhof-Mitarbeiter dürfte ihm dieser bayerische Gruß schon in Fleisch und Blut übergegangen sein. 

Gertrud Wölke, die ob ihres vielschichtigen Engagements und ihres Organisationstalents ohne Übertreibung als „gute Seele“ des Helferkreises bezeichnet werden kann, bedankte sich bei denen, die bei der Vorbereitung des Festes mitgetan haben. Als erfreuliche Neuigkeiten konnte sie verkünden, dass für zwei der nigerianischen Frauen ein Arbeitsplatz gefunden worden sei, nämlich im Seniorenhaus St. Rupert in Surheim und in der Kindertagesstätte in Saaldorf. Zudem stehe für drei der Asylbewerber eine Teilnahme an einem zweimonatigen Sprachkurs in Aussicht, der im Oktober in Freilassing startet.

Bilderbuch-Sommerabend

Nach diesen positiven Botschaften bat Gertrud Wölke an die Futternäpfe, respektive an das üppige und mundwassertreibende Buffet. Ob der leckere „Jelof Rice“, einem mit vielen Zutaten gewürzten Reisgericht nach nigerianischem Rezept oder die mit Tomaten und Käse überbackenen Hackfleischscheibchen und dazu die süßen „Trüffel-Bällchen“, hergerichtet von den ukrainischen Bewohnern des „Kramerhauses“, die neuen Dorfbewohner hatten sich große Mühe gegeben, kulinarische Spezialitäten aus ihrer Heimat aufzutischen.

Das hervorragende Essen, ein kühles Getränk, der lauschige Saaldorfer Kirchen-Vorplatz, ein Bilderbuch-Sommerabend – kein Wunder, dass beste Stimmung herrschte.

Musikalische Abrundung 

„Come together – Kommt zusammen!“, dieses Motto umzusetzen brauchte es keiner gesonderten Aufforderung, denn schnell bildeten sich angeregte Gesprächsrunden an den Tischen.Auch Bürgermeister Bernhard Kern ließ es sich nicht nehmen, dem Fest seine Aufwartung zu machen. Obwohl die erwachsenen Asylbewerber schon seit einigen Monaten Deutsch-Unterricht erhalten, war es hin und wieder doch notwendig, sich in Englisch auszutauschen oder, wenn es gar nicht mehr ging, mit Händen und Füßen. Keine Kommunikationsprobleme hatten die vielen herumtobenden Kinder, ist doch ihre Sprache, wie überall auf der Welt, barrierefrei. 

Come together, frei übersetzt könnte man auch sagen: „Lasst uns enger zusammenrücken!“. Das taten dann auch alle beim nachfolgenden Platzkonzert der Steinbrünninger Musikkapelle. Ob Dorfbewohner, Mitglieder des Helferkreises, Urlaubsgäste oder Asylbewerber, alle ließen sich von den schönen Klängen dieser Sommernacht verzaubern. Da passte es gut, dass der Saaldorfer Gospelchor „Come together“ den Abend mit einigen Liedern abrundete. „Lasst uns zusammenrücken“, dank unterstützender und vorausschauender Gemeindepolitik und dem ehrenamtlichen Einsatz vieler engagierter Menschen wird in Saaldorf-Surheim das Miteinander von Dorfbewohnern und Asylbewerbern vorbildlich umgesetzt. 

Begegnungsfest in Saaldorf 

Pressebericht Norbert Höhn

Quelle: BGland24.de

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