Schlauchboot mit drei Jugendlichen gekentert

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Ainring – Durch das veränderte Freizeitverhalten der Bevölkerung kommt es häufiger zu Unfällen an und auf Gewässern. Viele Bürger unterschätzen hier die Gefahren an Seen und auf Flüssen.

Diese Unfälle rufen in der Folge dann die Hilfsorganisationen auf den Plan um verunfallte Personen zu retten. Um hierfür bestens gerüstet zu sein, führte die Feuerwehr Ainring unter Ausarbeitung durch den Kommandanten Martin Waldhutter eine Einsatzübung mit Beteiligung der Wasserwacht Freilassing und der Feuerwehr Bad Reichenhall durch.

Johann Lecker aus Schiffmoning stellte hierfür den Baggersee im Kieswerk Brötzner zur Verfügung. Angenommen war ein Unfall von drei Jugendlichen, die mit einem Schlauchboot gekentert waren. Eine Person trieb auf dem Wasser, ein Jugendlicher konnte sich wieder ins das Schlauchboot retten und die dritte Person verschwand von der Wasseroberfläche und ging unter.

Für diesen Einsatzfall sind in der Alarmierung die Wasserwacht, die örtlich zuständige Feuerwehr aus Ainring und die Tauchergruppe der Feuerwehr Bad Reichenhall vorgesehen. Ziel der Übung war es, vor allem die Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen im Führungsbereich, Einsatzleiter Wasserrettung, den immer die Wasserwacht stellt, dem Einsatzleiter der Feuerwehr und den Tauchführern der Einsatzorganisationen zu üben. Ebenso der Einsatz von Bootsführern der Organisationen, die Abstimmung untereinander und die Aufgabenverteilung waren als Übungsziel vorgesehen.

Nach der Alarmierung traf die Feuerwehr Ainring mit der Wasserrettungseinheit, die aus einem Einsatzleitwagen, dem Mannschaftswagen mit dem Rettungsboot und zwei Löschfahrzeugen besteht, am Unfallort ein. Als erste Aufgabe wurde die auf dem Wasser treibende Person sowie die zweite Person im Schlauchboot gerettet und ans Ufer gebracht. Auch wurde unverzüglich mit der Versorgung der Personen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes begonnen.

In kurzer Folge erreichte dann die Wasserwacht aus Freilassing die Einsatzstelle, durch den Feuerwehreinsatzleiter, dem 2. Kommandanten Thomas Schlosser wurde der Einsatzleiter Wasserrettung Peter Graf in die vorgefundene Lage eingewiesen und die bereits eingeleiteten Maßnahmen mitgeteilt. Es stellte sich in weiterer Folge, auch nach Befragung eines der beiden geretteten Bootsinsassen heraus, das die dritte Person untergegangen ist und ein sofortiger Taucheinsatz erforderlich ist. Mit der bereits eingetroffenen Feuerwehr Bad Reichenhall standen nun zusammen mit der Wasserwacht mehrere Tauchteams zur Verfügung. Es konnte umgehend eine umfangreiche Unterwassersuche begonnen werden. Die erste Taucheinheit der Feuerwehr Bad Reichenhall ging vom Rettungsboot der Feuerwehr Ainring aus in den Einsatz, ein weiteres Team vom Rettungsboot der Wasserwacht Freilassing. Ein drittes Team von einem Steg vom Ufer aus. Eine Befragung eines der geretteten Oper konnte den Suchbereich näher eingrenzen.

Mit verschiedenen Suchtechniken wurde der Seegrund nach dem vermissten Opfer abgesucht. Erschwert wurde die Suche durch die sehr schlechte Unterwassersicht, vor allem auch durch die einsetzende Dämmerung. Etwa 50 Minuten nach der Alarmierung konnte die abgängige Person am Seegrund geortet und geborgen werden.

Alle an der Übung beteiligen Einheiten waren sehr zufrieden mit dem Übungsverlauf, vor allem konnten Punkte festgelegt werden, um das gemeinsame Handeln noch zu optimieren. Im Rahmen dieser Übung stellten 55 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Wasserwacht wieder einmal einen Abend ihrer Freizeit zur Verfügung um im Einsatzfall in Not geratenen Menschen sicher und effektiv zu helfen. Als sehr positiv zu bewerten ist, dass alle für eine Wasserrettung benötigten Einheiten über die ILS Traunstein (Integrierte Leitstelle) über den Notruf 112 zu erreichen sind und unverzüglich alarmiert werden können.

Pressemitteilung Feuerwehr Ainring

Quelle: BGland24.de

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