Selbst Falschpapiere nutzten nichts

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Anger/Weyarn - Die Bundespolizei hat bei Kontrollen auf der Autobahn A8 vier Personen stoppen können, die unerlaubt eingereist waren.

Die Bundespolizei hat auf der Autobahn 8 von Salzburg Richtung München fünf Männer verhaftet. Sie waren mit dem Bus beziehungsweise dem Taxi unterwegs. Vier von ihnen wurden wegen des Verdachts der illegalen Einreise angezeigt. Gegen einen ermittelt die Bundespolizei wegen der Einschleusung von Ausländern.

Am Freitag, den 16. September, überprüften die Zivilfahnder nahe Anger zwei türkische Staatsangehörige, die sich in einem Taxi von Österreich nach Deutschland fahren ließen. Keiner der beiden hatte ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland. Die Freilassinger Bundespolizisten nahmen die unerlaubt Eingereisten im Alter von 24 und 25 Jahren sowie ihren Chauffeur aus der Steiermark fest. Wie sich herausstellte, brachten die Türken ihre Reise von der Heimat aus in verschiedenen Fahrzeugen hinter sich. Ersten Erkenntnissen der Freilassinger Ermittler zufolge war die Abfolge der Etappen organisiert. Inwieweit der 39-jährige Fahrer türkischer Abstammung in diese Organisation verwickelt war, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Er wurde auf Antrag der Traunsteiner Staatsanwaltschaft in Bad Reichenhall beim Ermittlungsrichter vorgeführt. Auf richterliche Anordnung hin befindet er sich inzwischen in Untersuchungshaft. Seine Fahrgäste erhielten jeweils eine Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise. Der eine wurde an eine Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge weitergeleitet, der andere ist mittlerweile in Zurückschiebehaft.

Bereits am Donnerstag, 15. September, unterzogen die Fahnder zwei Insassen eines polnischen Reisebusses auf Höhe Weyarn einer Kontrolle. Die beiden Fahrgäste wiesen sich mit italienischen Papieren aus. Ihre Dokumente nützten den Herren jedoch nichts, denn die Rosenheimer Beamten erkannten sofort, dass es sich um Fälschungen handelte. Tatsächlich stammten die mutmaßlichen Urkundenfälscher im Alter von 32 und 35 Jahren aus Nigeria beziehungsweise aus Burkina Faso. Die Afrikaner wurden am Tag nach ihrer unerlaubten Einreise beim Münchner Amtsgericht vorgeführt. Der zuständige Richter ordnete ihre Untersuchungshaft an, die sie im Stadelheimer Gefängnis anzutreten hatten.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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