Neues aus dem Stadtrat:

Schöberl: "Pragmatisch, aber auf Antrag"

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Tittmoning - Sowohl die Kinder- als die Gastgärten standen in der August-Sitzung auf der Tagesordnung. Höhere Gebühren auf der einen Seite und genauere Regelungen auf der Anderen:

"In der letzten Zeit hatten wir ein wenig Ärger am Stadtplatz", erklärt der Geschäftsleiter der Stadt Tittmoning, Walter Schöberl im Gespräch mit chiemgau24.de. Einige Betreiber von örtlichen Gastgärten hatten sich aufgrund des durchwachsenen Wetters dazu entschieden, ihre Pavillons und Überdachungen mit Seitenwänden auszustatten. Ein klarer Verstoß gegen die Gestaltungssatzung, wie der Geschäftsleiter erklärt.

Nachdem sich schließlich in jüngster Zeit dann auch einige Betreiber von Gastgärten, die sich an die Richtlinie gehalten hatten, bei der Stadtverwaltung beschwerten, sei die Verwaltung zu dem Schluss gekommen, die Satzung neu zu überdenken. "Uns geht es in erster Linie darum, den Charakter unseres Stadtplatzes zu erhalten, wir wollen den Wirten aber auch gleichzeitig entgegenkommen", gibt sich Walter Schöberl kompromissbereit.

Über den Winter will die Verwaltung nun die Gestaltungssatzung im Zentrum überarbeiten. Bis dahin bemühe sich das Rathaus, jedes Anliegen von Wirten, die ihren Gastgarten wetterfest gestalten möchten, "pragmatisch, aber auf Antrag", zu behandeln. "Wir wollen keine Zeltstadt", ergänzt der Geschäftsleiter, bei Regen oder Sturm lasse man gerne mit sich reden, solange die Planen im Anschluss dann auch wieder weggeräumt würden.

Gebührenerhöhung bei den Kindergärten und Kinderkrippen

"Die Schere von Kosten auf der einen Seite und den Gebühren, die die Bürger bezahlen, ist einfach zu groß", erkennt Schöberl in Bezug auf die Kindergärten und Kinderkrippen im Stadtgebiet. Erstmals seit 2011 habe sich der Stadtrat nun daher entschieden, die tariflichen Steigerungen bei den Personalkosten in die Gebührentabellen einzuarbeiten.

Ab dem neuen Kindergartenjahr am 1. September erhöhen sich dadurch die Kosten für die Eltern um insgesamt 11,7 Prozent, egal ob die Kleinsten in den Kindergarten oder die Krippe gehen. "Der Betreuungsschlüssel zwischen Kind und Betreuerin liegt bei uns teilweise weit unter dem gesetzlich vorgeschrieben Verhältnis", ergänzt der Geschäftsleiter. Statt einer Quote von 1 zu 10 - 1 Betreuer auf 10 Kinder - liege das Verhältnis in Tittmoning bei 1 zu 8, im Landkindergarten teilweise sogar bei 1 zu 7.

Jakobkreuzkraut weiter auf dem Vormarsch

"Je mehr Leute dahinter sind, desto eher bekommen wir die Situation in den Griff", erklärt Geschäftsleiter Schöberl zu einer ganz anderen Thematik, der sich der Stadtrat in Tittmoning ebenfalls in seiner August-Sitzung widmete. Die Rede ist vom Jakobskreuzkraut. So sprach sich der Stadtrat ausdrücklich dafür aus, mit einem Apell an die Öffentlichkeit zu gehen.

Die Mitglieder des Gremiums in der Salzach-Stadt fordern alle Bürgerinnen und Bürger auf, das giftige Kraut wenn möglich so früh wie möglich zu entfernen. Eine Vergiftung von Kühen und Pferden, aber auch eine mögliche Einlagerung in Naturprodukten wie zum Beispiel Honig, soll so verhindert werden. Das Gift setzt sich in der Leber ab, kann nicht abgebaut werden und kann in entsprechender Konzentration sogar zum Tod führen.   

Rubriklistenbild: © pa/dpa

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