Gemeinderat Teisendorf

"Müssen uns vom Kirchturmdenken verabschieden!"

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1. Bürgermeister Thomas Gasser

Teisendorf - Die flächenmäßig größte Gemeinde im Landkreis Berchtesgadener Land ist eine der der ersten Kommunen, die über den sogenannten Markenprozess der BGLT diskutiert.

Drei Marken wurden vom Lenkungsgremium für den Landkreis festgelegt:

  • Berchtesgaden - Das mächtigste Bergerlebnis Deutschlands

  • Bad Reichenhall - Die belebendste Alpenstadt Deutschlands

  • Berchtesgadener Land - Der lebenswerteste Wirtschaftsraum an den Alpen

In der vergangenen Sitzung hat der Gemeinderat aus Teisendorf fast vollzählig(16:1 Stimmen) zugestimmt, die neue Organisationsstruktur zunächst mitzutragen. 

Kirchturmdenken adé 

"Wir müssen uns vom Kirchturmdenken verabschieden und über unseren Tellerrand schauen. Mit der BGLT ist eine gelungene Verflechtung zwischen Tourismus und Wirtschaft entstanden", sagte Bürgermeier Gasser.

"Unsere Entscheidung sollte eine Signalwirkung für die Nachbarkommunen sein: Je mehr mitmachen und an einem Strang ziehen, desto erfolgreicher werden wir sein. Ich bin froh, dass die Fortführung der engen Bindung zwischen Tourismus und Wirtschaft fortgeführt werden soll." 

Wo bleibt die Landwirtschaft? 

Für die Fraktionssprecherin vom Bündnis 90 / Die Grünen, Elisabeth Aschauer, war wichtig herauszuarbeiten, wie die Landwirtschaft in den neuen Prozess integriert wird.

Zustimmung von der CSU

Auch die CSU-Fraktion äußerte sich positiv zu den Veränderungen beim Markenprozes s. Fraktionssprecher Alois Stadler meinte: "Unter touristischen Gesichtspunkten können wir uns gut aufgehoben fühlen undprofitieren vom Tourismus. Es sollte auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wirtschaft und Tourismus geachtet werden. Eine Aufstockung der Wirtschaftsförderung wäre wichtig." Auch Andreas Neumeier von der CSU war der Meinung: "Auf jeden Fall zustimmen. Wir müssen auch touristisch aktiv sein und präsentieren welche Wanderwege etc. wir haben. Sonst meckern in zwei Jahren wieder alle, dass nicht passiert ist!"

Kritik seitens Bündnis 90/ Die Grünen

Auch kritische Stimmen wurden laut. Edwin Hertlein warf ein: "Ich habe nichts gegen den Tourismus, aber Fremdenverkehr alleine bringt uns nicht weiter. Für uns ist die Wirtschaft wichtig." Auch die Submarke "Erlebnisregion Rupertiwinkel" hält Hertlein nicht für zielführend. "Ich rate davon ab, diese Submarke zu positionieren. Jemand aus dem Norden wird nicht verstehen, was der Rupertiwinkel bedeutet. Das ist eine Totgeburt".

Johann Rauscher von der SPD war eher wichtig zu erfahren: "Mit welchem Kostenvolumen müssen wir denn bei der Neuausrichtung rechnen?" und versuchte irgendwann der Diskussion zwischen den Parteien ein Ende zu setzen mit dem Ausruf:"Es gehört jetzt abgestimmt und damit is a Ruh!"

Die Abstimmung endete mit 16:1 Stimme für die neue Organisationsstruktur.

Quelle: BGland24.de

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