Aus dem Marktgemeinderat

Kopfzerbrechen über Turnhalle und Schwimmbäder

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Teisendorf - Die Turnhallenerweiterung wird teurer als gedacht, dafür könnte sich langsam eine Lösung bei den von Schließung bedrohten Schwimmbädern abzeichnen - zur Freude der Neukirchner?

Nun gibt es erste Kostenberechnungen: 5,129 Millionen Euro könnte die Sanierung und Erweiterung der Turnhalle in Teisendorf kosten. Um die zwölf Meter soll die Turnhalle verlängert werden, eine Galerie wird für 475.000 Euro eingezogen - "aber vielen Gemeinderäten sind schlicht die Kosten zu hoch", so Geschäftsleiter Johann Thanbichler im Gespräch mit BGLand24.de.

Vor allem sei noch nicht klar, wie hoch die staatlichen Förderungen ausfallen: "Zwei Millionen Euro an Zuschüssen bekommen wir auf alle Fälle, aber es kann auch sein, dass es dabei bleibt", so Thanbichler. Der Rest, über drei Millionen Euro, würde dann an der Marktgemeinde hängen bleiben. Bei einer ersten Kostenschätzung im Februar ging man noch davon aus, dass es "nur" rund zwei Millionen Euro sein werden, die Teisendorf selbst zu stemmen hat. Noch heuer soll der Förderantrag beim Freistaat eingereicht werden.

Zusammenarbeit mit bisherigen Schwimmbad-Planern beendet

Auch ein zweites heißes Eisen wurde auf der Gemeinderatssitzung am Montag angepackt: Noch immer steht eine Entscheidung aus, wie die Zukunft der beiden Schwimmbäder aussieht. Beide fahren seit Jahren Defizite ein, beide sind sanierungsbedürftig. Viele befürchten noch immer die Schließung eines der Bäder. In Neukirchen hob man deshalb eigens einen Förderverein aus der Taufe, der bei der Rettung des Freibades mithelfen will. Einen Monat nach Gründung hat man bereits 381 Mitglieder. 

Die Sanierungskosten für beide Bäder schätzt man auf insgesamt 3,2 bis vier Millionen Euro - exakte Zahlen liegen aber weiter nicht vor: Zwar wurde im Frühjahr deshalb das Architekturbüro "Plafog" aus Kulmbach angeheuert, doch nun wieder die Trennung: "Mit dem Büro soll nicht mehr zusammengearbeitet werden", so Thanbichler. Offenbar war man bei "Plafog" nicht davon begeistert, bei möglichen Sanierungen den Neukirchner Förderverein mit einzubeziehen. Das Nein zu "Plafog" kann daher als Zeichen verstanden werden, dass die Gemeinde die Zusammenarbeit mit den "Schwimmbadfreunden Neukirchen" sucht und bei einer möglichen Sanierung mit ihrer Mithilfe plant.

Die weiteren Planungen soll derweil der Achthaler Architekt Heinz Fritsche in die Hand nehmen. Bis Oktober soll er genaue Kosten für die Freibadsanierung in Neukirchen vorlegen, bis zum Frühjahr will man von ihm die Zahlen für das Teisendorfer Schwimmbad haben - daher wird noch mindestens ein weiteres halbes Jahr vergehen, bis man sich in Teisendorf entschieden hat, ob eines der Schwimmbäder baden geht.

xe

Quelle: BGland24.de

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