Einige Neuerungen durch Verkehrsschau

Das ändert sich für Autofahrer in Tittmoning

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Tittmoning - Neue Schilder, neue Parkregelungen: Viele Maßnahmen wurden bei der Verkehrsschau diskutiert, doch nur für wenige gab es auch eine Zustimmung. Wir haben die Übersicht:

Zusammen mit Polizei, Landratsamt, Straßenmeisterei und staatlichem Bauamt führte die Stadtverwaltung Anfang Mai in Tittmoning eine Verkehrsschau durch. 20 Punkte standen zur Diskussion, auch auf Wunsch von Bürgern hin. Welche umgesetzt werden und welche nicht, zusammen mit der Begründung:

Diesen Maßnahmen wurde zugestimmt

- Versetzen der Ortshinweistafel in Ledern auf die gegenüberliegende Straßenseite wegen Problemen beim Einbiegen 

- Entfernen der irreführenden Radwegmarkierung an der Abzweigung der TS16 von der St2105 bei Wiesmühl. Das staatliche Bauamt wird Blockmarkierungen an den Einmündungen des Geh- und Radwegs anbringen. 

- Beschilderung der geplanten Lkw-Stellplätze in Mayerhofen: Es soll hier in jedem Fall verhindert werden, dass diese Stellplätze als allgemeine Lkw-Parkplätze für den überörtlichen Verkehr genutzt werden. Hierzu sollten Halteverbotsschilder mit entsprechender Zusatzbeschilderung angebracht werden. Die Untere Verkehrsbehörde wird entsprechende Vorschläge unterbreiten.

- Durchführung von Maßnahmen zur Reduzierung der Unfallhäufigkeit im Bereich der TS7 im Kreuzungsbereich Froschham/Allmoning: Es wurde festgestellt, dass die Kreuzung äußerst übersichtlich ist. Gründe für die seit Kurzem festzustellende Unfallhäufung sind insoweit nicht erkennbar. Zur Verbesserung der Situation soll jedoch von der Stadt im Bereich der Froschhamer Straße eine Vorankündigung (100 Meter) aufgestellt werden ("Vorfahrt gewähren"). 

- Ausweisung eines Behindertenparkplatzes vor der Zahnarztpraxis am Stadtplatz 6b: Mit der Ausweisung des beantragten Behindertenstellplatzes besteht im Grundsatz Einverständnis. Die Erforderlichkeit einer weiteren Beschilderung am Stadtplatz sollte jedoch im Hinblick auf erst die vor Kurzem eingerichtete Parkraumbewirtschaftungszone nochmals geprüft werden. Die Aufstellung von Verkehrszeichen und die Anbringung Fahrbahnmarkierungen sollten im Altstadtbereich so weit wie möglich vermieden werden.

- Anordnung eines beidseitigen Halteverbots im Bereich der Lutzengasse in Tittmoning: Der Anordnung eines Halteverbots zur Freihaltung der Zufahrt zum Parkplatz „Lutzengasse“ wird zugestimmt.

Keine Zustimmung für folgende Maßnahmen

- Reduzierung der Unfallhäufigkeit im Kurvenbereich der B20 bei Schlichten durch zusätzliche Warnschilder oder Geschwindigkeitsbeschränkungen: Die Unfälle sind in der Regel auf riskante Überholmanöver von Ortskundigen zurückzuführen. Die Anbringung einer Schutzplanke und die Ergänzung der Richtungstafeln soll allerdings geprüft werden.

- Anbringung eines Verkehrsspiegels an der Einmündung des öffentlichen Feld- und Waldwegs bei Anwesen Ranharting 1 in die B20: Es wurde festgestellt, dass die Sichtverhältnisse durch die vorhandene Straßenkuppe eingeschränkt sind. Die Situation soll jedoch im Rahmen des geplanten Ausbaus der Bundesstraße bereinigt werden. Ein Verkehrsspiegel würde hier keine erkennbare Verbesserung bringen und suggeriert den Verkehrsteilnehmern zudem nur eine trügerische Sicherheit. Es bleibt den Antragstellern jedoch freigestellt, die Aufstellung eines Verkehrsspiegels selbst zu veranlassen.

- Markierung des „Angebotsstreifens“ an der Abzweigung der Bahnhofstraße in Wiesmühl von der St2105 als Abbiegespur: Für eine vollwertige Abbiegespur ist die Straße nicht breit genug. Der Polizei sind an dieser Stelle jedoch auch keine Auffahrunfälle bekannt.

- Verbesserung der Verkehrssituation im Bereich der St2093 bei Unteröd/Oberöd durch Abtragen der Kuppe oder Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung: Solange die Bäume entlang der Straße nicht entfernt werden dürfen, ist eine Lösung nicht erkennbar. Hierzu soll nochmals ein Gespräch mit der Unteren Naturschutzbehörde geführt werden. Eine Verlegung bzw. ein Ausbau der Staatsstraße durch den Freistaat Bayern ist aufgrund der geringen Verkehrsbedeutung der Straße nicht realistisch. Vom Staatlichen Bauamt sind jedoch zur Verbesserung der Situation zusätzliche Richtungstafeln anzubringen.

- Verbesserung der Sichtschutzbeplankung an der TS16 im Bereich der Abtenhamer Kreuzung: Es wurde festgestellt, dass die Sichtschutzbeplankung ordnungsgemäß angebracht wurde. Es handelt sich hier um ein BASt-geprüftes System. Für Verkehrsteilnehmer die sicher der Kreuzung mit nicht angepasster Geschwindigkeit nähern, ist die Sicht eingeschränkt, bei angepasster Geschwindigkeit jedoch nicht. Seit der Aufstellung der Planken wurden keine Unfälle mehr registriert. Die Maßnahme zeigt also insoweit Erfolg.

- Sperrung der Ortsdurchfahrt von Abtenham für Lkw durch entsprechende Beschilderung an der Abzweigung von der TS16: Eine willkürliche Sperrung der Gemeindeverbindungsstraße für Lkw  ist rechtlich nicht zulässig. Weder die Straßenführung noch der Ausbauzustand rechtfertigen eine solche Verkehrsbeschränkung. Es ist auch keine Brückenbauwerk vorhanden das eine solche Tonnagenbeschränkung rechtfertigen würde. Von der Unteren Verkehrsbehördesoll jedoch an der TS16 die Anbringung eines Wegweisers für Lkw angeordnet werden.

- Anordnung eines einseitigen Halteverbots im Bereich der Mönchsbergstraße in Kirchheim: Die vorhandene Fahrbahnbreite erfordert keine Anordnung eines einseitigen Halteverbots. Beidseitiges Parken trägt zudem zu einer gewissen Verkehrsberuhigung bei.

-Sperrung der Mönchsbergstraße in Kirchheim für Lkw: Eine willkürliche Sperrung der Ortsstraße für Lkw  ist rechtlich nicht zulässig. Weder die Straßenführung noch der Ausbauzustand rechtfertigen eine solche Verkehrsbeschränkung. Von Seiten der Fachbehörden wird hier vielmehr die bauliche Auflassung der bestehenden Anbindung an die Bundesstraße B20 vorgeschlagen. Dies würde auch zu einer Reduzierung der Unfallgefahr im Bereich der Bundesstraße beitragen.

- Sperrung der Nonnbergstraße in Kirchheim für Lkw: Eine willkürliche Sperrung der Ortsstraße für Lkw ist rechtlich nicht zulässig. Weder die Straßenführung noch der Ausbauzustand rechtfertigen eine solche Verkehrsbeschränkung.

- Anbringung eines Verkehrsspiegels im unübersichtlichen Kurvenbereich der Nonnbergstraße in Kirchheim: Die Anbringung eines Verkehrsspiegels wird nicht befürwortet. Verkehrsspiegel suggeriert den Verkehrsteilnehmern nur eine trügerische Sicherheit.

- Anordnung eines Halteverbots am Kayberg in Tittmoning: Die vorhandene Fahrbahnbreite erfordert keine Anordnung eines Halteverbots. Parkende Fahrzeuge tragen zudem zu einer gewissen Verkehrsberuhigung bei.

- Ausweisung eines zusätzlichen Stellplatzes für „Ärzte im Bereitschaftsdienst“ von der Gemeinschaftspraxis am Stadtplatz 40: Die Parkerlaubnis für Ärzte im Bereitschaftsdienst soll über entsprechende Parkausweise geregelt werden. Die Ausweisung zusätzlicher reservierter Parkplätze wird nicht befürwortet. Die Aufstellung von Verkehrszeichen und die Anbringung Fahrbahnmarkierungen sollten im Altstadtbereich so weit wie möglich vermieden werden.

- Anordnung eines einseitigen Halteverbotes auf der Ostseite der Untersbergstraße in Tittmoning: Die vorhandene Fahrbahnbreite erfordert keine Anordnung eines Halteverbots. Das Parken gegenüber von Grundstücksausfahrten ist bei schmalen Straßen im Übrigen auch ohne zusätzliche Beschilderung unzulässig.

- Anordnung einer Tempo-30-Zone im Bereich der TS10 in Asten: Nach den gesetzlichen Vorgaben ist eine entsprechende Geschwindigkeitsbeschränkung derzeit rechtlich noch nicht möglich. Bei Verabschiedung einer entsprechenden Gesetzesänderung soll der Antrag nochmals behandelt werden.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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