Wie hoch ist die Lärmbelastung in Waging wirklich?

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von links nach rechts: Stefan Göttsberger, Johann Obermayer, Hans Wimmer, Christian Reiter, Roland Richter, Heinrich Thaler, Andreas Barmbichler, Walter Staudinger und Fritz Amann.

Waging am See - Direkt an der Umgehung trafen sich Anwohner mit dem Stimmkreisabgeordneten Roland Richter. Der verschaffte sich einen Eindruck, die Anwohner äußerten ihre Sorgen.

Bei einem Treffen direkt an der Umgehungsstraße von Waging am See (St 2105) verschaffte sich der Stimmkreisabgeordnete Roland Richter einen persönlichen Eindruck von der Lärmbelastung durch den Verkehr. Unmittelbar betroffene Anwohner nutzten die Möglichkeit Ihre Sorgen und Anliegen aus erster Hand darzustellen.

MdL Richter nahm die Einladung von Christian Reiter, sich vor Ort von der Lärmverhältnissen zu überzeugen gerne an. „Es ist mir sehr wichtig, Probleme nicht nur vom Schreibtisch aus oder beim Vorbeifahren zu erfassen, sondern ich möchte mir von wichtigen Dingen immer ein persönliches Bild verschaffen und die Meinung der Bürgerinnen und Bürger hören“ so Richter.

Zu Beginn des Treffens erläuterte dritter Bürgermeister Reiter den Hintergrund der Zusammenkunft. So ist es laut Reiter Fakt, dass alle Verkehrszählungen und Statistiken eine Steigerung des Verkehrs auf der Staatsstraße 2105 vorhersagen. Dies läge sicherlich unter anderem an der Tatsache, dass die Anzahl der Kraftfahrzeuge nach wie vor zunimmt. Ein weiterer Grund ist nach Auffassung Reiters der in Kürze wegfallende Schutz vor noch mehr Verkehr durch die derzeit noch beschränkte Durchfahrtshöhe der Eisenbahnbrücke in Hufschlag. „Es muss uns allen klar sein, dass Waging am See durch den Straßen- und Tunnelbau in Traunstein/Hufschlag und den Ausbau des Berges in Ledern/Kay ein erhebliches Maß an zusätzlichem Verkehr zugemutet wird“ ist sich Reiter sicher. „Das ganze hat nicht nur Auswirkungen für die Anwohner in erster und zweiter Reihe, sondern betrifft den Tourismus, die Wirtschaft und damit uns alle!“

Andreas Barmbichler griff als Referent für Tourismus und Gewerbe diese Argumente nochmals auf. „Waging am See lebt überwiegend vom Tourismus. Dafür ist eine Umgehungsstraße mit zunehmendem Verkehr und einhergehend steigendem Lärmpegel keine gute Werbung.“

„Wir dürfen dabei auch nicht vergessen, dass Waging am See ein Luftkurort ist und bleiben soll“ erinnerte bei dieser Gelegenheit der Referent für Umwelt- und Naturschutz, Johann Obermayer.

Als unmittelbar Betroffener fordert Stefan Göttsberger unter anderem die derzeitige Beschränkung von 80 km/h auf 60 Kilometer pro Stunde zu verringern. „Ich bin überzeugt davon, dass allein schon diese Maßnahme einen schnellen und vor allen Dingen kostengünstigen Erfolg für uns Anwohner bringt“ gibt sich Göttsberger überzeugt.

Elfriede Wölkhammer als Vertreterin des gleichnamigen Hotels gab MdL Richter die mit der zunehmenden Lärmbelastung verbundene wirtschaftliche Problematik mit nach München. „Unsere Zimmer auf die Seite der Umgehungsstraße können wir wenn überhaupt, dann nur noch für kurzfristige Aufenthalte vermieten!“.

Christian Reiter sieht die Gemeinde in der Verpflichtung auch aktiv mitzuwirken. „Wir dürfen unsere Bürgerinnen und Bürger nicht im Stich lassen. Um den bereits im September 2009 angesprochenen Lärmaktionsplan weiter voran zu treiben hat die CSU-Fraktion für die Haushaltsplanungen 2011 einen Betrag in Höhe von 50.000 Euro aufnehmen lassen“. Auch konnte Reiter davon berichten, dass er bei einem Besuch in Berlin Ende 2010 den Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer über das Problem informieren konnte.

Geht es nach der Auffassung von MdL Richter, dann müssen jetzt alle Ebenen zusammen helfen. „Die Gemeinde, der Landkreis, der Freistaat und der Bund sind jetzt gefordert gemeinsam nach Lösungen zu suchen!“. Richter sicherte seine volle Unterstützung auf der Suche nach geeigneten Lösungen für die Lärmschutzproblematik zu. „Gelder zu bekommen wird wohl nicht einfach werden. Vielleicht können wir in Bezug auf die Geschwindigkeitsbeschränkung und dem Aufzeigen von weiteren geeigneten Lösungsmöglichkeiten Erfolge erzielen. Auf alle Fälle werde ich im Bayerischen Landtag in verschiedenen Gesprächen mit den zuständigen Ministerien das akute Problem vortragen und um Unterstützung bitten.“

(PM Christian Reiter)

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