Neuer "Seeteufel"-Pächter hat ganz andere Pläne

Nach 40 Jahren: Disco-Tradition hat ein Ende

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"TheMi" hieß der Club am Seeteufel zuletzt. Im Mai 2015 gaben die Pächter auf.

Waging - Seedeife, Pano, TheMi - die Namen wechselten, aber die Disco-Tradition am Seeteufel war "Kult", wie auch Bürgermeister Häusl sagt. Von den neuen Plänen ist er dagegen nicht begeistert.

Die Geschäfte liefen mal besser, mal schlechter, auch die Namen wechselten, aber die Disco am Seeteufel bei Waging war Tradition. Seit Mai 2015 steht der Laden leer, die letzten Pächter ("TheMi") hörten auf. Nun steht aber fest: Nach rund 40 Jahren wird endgültig Schluss sein mit dem Disco-Betrieb. "Das ist wirklich schade, aber wohl ein Zeichen der Zeit", so Bürgermeister Herbert Häusl gegenüber chiemgau24.de.

Baurechtlich spricht nichts gegen Spielhalle

Seine Marktgemeinde sprach sich eigentlich zum wiederholten Male gegen die neuen Pläne aus, doch vergebens: An den Seeteufel wird eine Spielhalle kommen. "Baurechtlich lässt sich da nichts dagegen einwenden", so Häusl. Gegen den Betreiber spreche nichts, so der Bürgermeister, aber von einer Spielhalle ist er nicht begeistert: "Spielen kann süchtig machen und solche Einrichtungen gibt es immer mehr - das wollten wir nicht unterstützen."

Häusl schätzt, dass die Spielhalle inklusive Bistro im Laufe der nächsten Monaten eröffnen wird: "Schade", meint er auch in Hinblick darauf, weil die Discos am Waginger See "schon Kult" gewesen seien. Was als Gaststätte für das Strandbad eröffnet wurde, wandelte sich im Laufe der 1970er-Jahre in eine Disco. Ganze Generationen im Rupertiwinkel schlugen sich hier die Nächte um die Ohren.

Wie geht's mit dem "Giftei" weiter?

Das "Giftei" will nicht so schnell aufgeben.

Zur Disco am Seeteufel gehört auch die separate Bar "Giftei" im selben Gebäude. Wie sieht deren Zukunft aus? "Ich werd' mir das dieses Jahr mal anschauen und abwarten", so Frank Jamnig im Gespräch mit chiemgau24.de. Noch will Jamnig nicht aufhören, auch den Stammgästen zuliebe: "Außerdem bin ich keiner der gleich aufgibt."

Kurze Zeit überlegte er, das ehemalige "Pano" selbst zu übernehmen, ließ dann aber doch die Finger von den Plänen. Auch "Franky" Jamnig findet die neue Entwicklung schade: "Die Jungen sollten doch hier in der Region bleiben, immer mehr fahren nach Salzburg." Auch für Urlauber sei die Disco immer wieder Anlaufpunkt gewesen. Ob die sich dagegen von einer Spielhalle locken lassen ist fraglich.

xe

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