Handelskonzept lotet Chancen aus

"Viele sind ungeduldig": Wann kommt ein Drogeriemarkt?

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Waging - Ein Handelskonzept soll die Stärken und Schwächen des Angebots in Waging ausloten: Zentral dabei ist der fehlende Drogeriemarkt. Ein Angebot liegt vor, doch an welchem Standort?

Der Standort Waging ist mit seinen Geschäften gut aufgestellt - zu diesem Fazit kommt nicht nur das vorläufige Handelskonzept der Beratungsfirma "cima", das dem Gemeinderat am Donnerstag vorgestellt wurde: Auch die Waginger selbst sind nach einer Befragung der Beratungsfirma überwiegend zufrieden. Allerdings vermissen 45 Prozent einen Drogeriemarkt.

"Rossmann" verlangt viel Platz

Knapp eine Million Euro an ungedeckter Nachfrage an Drogeriewaren gäbe es in Waging, so Achim Gebhardt, der die vorläufigen Ergebnisse vorstellte. Die nächsten Drogeriemärkte sind in Traunstein, Traunreut, Laufen oder Freilassing - seit dem Schlecker-Ende steht Waging in dieser Hinsicht mit leeren Händen da. 

Wie Gemeinderätin Lydia Wembacher am Donnerstag verriet gäbe es auch ein konkretes Angebot der Kette "Rossmann": 900 Quadratmeter Fläche, 60 Parkplätze - "darunter wird Rossmann nicht kommen", so Wembacher. "Ein Drogeriemarkt muss her, wir haben nur noch keinen passenden Standort gefunden", meinte auch Bürgermeister Häusl. Am liebsten wäre ihm ein Standort in der Ortsmitte.

Mögliche Standorte überprüfen

Im Handelskonzept von "cima" wurden auch mögliche neue Standorte angedacht: Der Sportplatz wäre gut gelegen, um dort einen Händler anzusiedeln. Der TSV könnte dann beispielsweise an die Ottinger Straße umziehen. Außerdem wurden der Standort des jetzigen Edeka Böhr, die Freifläche an der Strandbadallee neben dem Altenheim, die Fläche neben dem Friedhof an der Salzburger Straße und die Ottinger Straße genannt. All diese Standorte würden aber "flachfallen", so einige Gemeinderäte und Bürgermeister Häusl.

"Wenn sich im Zentrum keine Standorte finden muss man die Kreise weiter nach außen ziehen", so Achim Gebhardt. Mögliche Standorte sollen nochmals überprüft werden, in drei bis vier Wochen soll das Handelskonzept schließlich fertig sein. 

"Insgesamt haben wir nicht viel verkehrt gemacht in den letzten Jahren", so Bürgermeister Häusl mit Blick auf die Situation der Geschäfte in Waging. Die Leerstände konnte man in Grenzen halten, auch mit der Parkplatzsituation könne man zufrieden sein. Nur wegen des fehlenden Drogeriemarktes würden inzwischen viele "ungeduldig", so Häusl.

xe

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