Beer:"Wie die Frau Pauli von Eggstätt"

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Stefan Beer

Eggstätt/Erdweg - Der wahrscheinliche Einzug des Eggstätter Ex-Bürgermeisters Beer in den Kreistag schlägt derzeit hohe Wellen. Jetzt klagt der Politiker, er sei ausspioniert worden!

"Wie die Frau Pauli" fühlt sich Stefan Beer im Moment. "Man hat mich ausspioniert hier in Erdweg!" Der wahrscheinliche Einzug des Eggstätter Ex-Bürgermeisters Beer in den Kreistag schlägt derzeit hohe Wellen.

"Einige Anrufe" mit positivem Feedback habe er erhalten, nachdem das Oberbayerische Volksblatt von der Personalie Beer berichtet hatte, erzählt der wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten in der Gemeindekasse in Verruf geratene Ex-Bürgermeister. Aber leider hätten den mittlerweile in Erdweg im Landkreis Dachau als Verwaltungsleiter beschäftigten Eggstätter auch unschöne Dinge erreicht. Speziell das Verhalten eines CSU-Parteifreunds ärgert ihn: Klaus Stöttner.

"Was hat das mit Politik zu tun", fragt sich Beer, wenn Stöttner in Erdweg die stellvertretende Bürgermeisterin anrufe und sie über seine Person ausfrage? Oder wenn Stöttner via Heimatzeitung ankündige, mit allen laut Liste in Frage kommenden Nachfolgern Hans Hofstetters sprechen zu wollen? Beer: "Das ist eine ganz klare Geschichte: Erst wird mit mir geredet, und nur wenn ich ablehne, dann mit den anderen!"

Eva Rehm, Zweite Bürgermeisterin der 5500-Einwohner-Gemeinde Erdweg, bestätigt, dass der Rosenheimer CSU-Kreisvorsitzende vor einigen Tagen bei ihr anrief. "Er wollte wissen, wie zufrieden wir mit Herrn Beer sind, wo er seinen Wohnsitz hat und wie er mit Kollegen und Gemeinderat auskommt." Außerdem habe Stöttner gefragt, ob der derzeitige Erste Bürgermeister von Erdweg noch einmal kandidieren wolle. Am Anfang, so Rehm, sei ihr das Gespräch nicht komisch vorgekommen. "Schließlich kannte ich Herrn Stöttner ja schon. Damals, als sich Herr Beer bei uns beworben hat, habe ich mit ihm telefoniert." Aber irgendwann sei sie dann doch ins Grübeln geraten und habe sich gefragt, was die Pläne des Bürgermeisters von Erdweg mit der Arbeit ihres Verwaltungsleiters zu tun habe. Daraufhin informierte sie Beer über das Gespräch.

"Mein Lebensmittelpunkt und meine Heimat ist Eggstätt, ist der Chiemgau", stellt Beer klar. Und: "Ich habe in Erdweg keinerlei Ambitionen!" Dass er erst über das OVB vom Rückzug Hofstetters aus dem Kreistag erfahren musste, findet er "betrüblich, wenn nicht sogar unanständig. Man kann doch eigentlich über alles reden."

Von Klaus Stöttner gibt es zu Beers Vorwürfen keinen Kommentar. "Solange der Kreistag nicht über das Ausscheiden Hans Hofstetters entschieden hat, sage ich zu dem Thema nichts mehr."

zip/Oberbayerisches Volksblatt

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