1,54 Millionen Euro mehr

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Traunstein - Der Landkreis Traunstein hat im Jahr 2008 gut gewirtschaftet und den Etatrahmen eingehalten. Die Jahresrechnung mit Einnahmen und Ausgaben von rund 120,8 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und von rund 27,4 Millionen Euro im Vermögenshaushalt ist ausgeglichen.

Das berichtete Landrat Hermann Steinmaßl im Kreisausschuss. In einigen Bereichen konnten Überschüsse erzielt werden, die verschiedene Rücklagen aufstocken. Der Ausschuss nahm den Bericht einmütig zur Kenntnis. Das Zahlenwerk geht jetzt in die örtliche Rechnungsprüfung.

Der Vermögenshaushalt 2008 schließt nach Auskunft des Landrats mit einem Soll-Überschuss von 1,54 Millionen Euro. Dieser fließt in die Allgemeine Rücklage, die sich dadurch auf 3,56 Millionen Euro erhöht. Für die Kreisaltenheime war 2008 kein Defizit auszugleichen. Der dafür veranschlagte Betrag von 126000 Euro kommt der damit auf 201000 Euro gesteigerten Sonderrücklage für Heime zu Gute.

Mit einem Überschuss von 388000 Euro endet der Abfallgebührenetat. Die Ursachen liegen in veränderten Einnahmen und Ausgaben bei der Wertstoffentsorgung sowie geringeren Kosten des Zweckverbands Abfallverwertung Südostbayern (ZAS). Von dem Überschuss werden 125000 Euro den Neubau für die Abfallwirtschaft in Litzlwalchen und 92000 Euro die Errichtung einer neuen Gasfackel finanzieren helfen. Der Restbetrag geht in die Sonderrücklage Abfallwirtschaft, die damit auf 2,7 Millionen Euro klettert. Diese Rücklage ist überwiegend dafür bestimmt, die Oberfläche der Deponie Litzlwalchen 2010 abzudichten und zu begrünen - als letzte aller Kreisdeponien im Landkreis Traunstein. Schließlich existiert noch eine Sonderrücklage Abfallgebühren, die nach Steinmaßl in den nächsten Jahren über die Gebührenkalkulation abgeschmolzen wird.

Mit Blick auf wesentliche Ergebnisse im Verwaltungshaushalt berichtete der Landrat von etwas geringeren Personalkosten in Höhe von 15,8 Millionen Euro. Sie lägen damit sechs Prozent über dem Jahr 2007. Um fünf Prozent oder eine halbe Million Euro durch geringere Fallzahlen vermindert hätten sich die Ausgaben für Sozialhilfeleistungen mit einem Umfang von 10,8 Millionen Euro netto. Ob sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetze, müsse man abwarten, gab der Landrat zu bedenken. Neben der Zuführung an die Sonderrücklagen könnten dem Vermögenshaushalt fast elf Millionen Euro zugeführt werden. Reduziert um die Mindestzuführung, standen rund acht Millionen Euro als Eigenmittel aus dem Verwaltungsetat zur Finanzierung von Investitionen zur Verfügung.

"Leider blieben die Zuschusseinnahmen 2008 hinter dem veranschlagten Haushaltsansatz zurück", bedauerte Steinmaßl. Durch die erhöhte Zuführung zum Vermögenshaushalt habe einiges abgefangen werden können. Insgesamt habe der Landkreis Traunstein im Vermögenshaushalt Investitionen und Investitionszuschüsse mit Ist-Ausgaben von 25,2 Millionen Euro finanziert. 2007 lag dieser Wert bei 21,8 Millionen Euro, erinnerte der Landrat. kd/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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