70 Bürger kamen zu Versammlung - Georg Huber zum Sprecher gewählt

Aktionsbündnis für Bürgerwindräder

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Sie wollen die Windkraft in der Region voranbringen: Georg Huber, Sprecher des neu gegründeten Aktionsbündnisses für Bürgerwindräder (rechts), sowie Dr. Rainer Schenk (Mitte), der wie die Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz, Beate Rutkowski, Beisitzer ist.

Traunstein - In Traunstein formiert sich ein Aktionsbündnis, das die Windkraftnutzung im Chiemgau vorantreiben will.

Rund 70 Bürger kamen zur Gründungsversammlung in den "Sailer Keller". Georg Huber, Kreisrat und Gemeinderat in Waging, stellte zunächst die Ziele vor, die später die Anwesenden einstimmig bestätigten: unter anderem Information der Bevölkerung über die möglichen Vorteile der Windkraftnutzung, Beratung und Hilfestellung für Bürgermeister und Gemeinderäte, Vernetzung der Akteure wie beispielsweise Stadt- und Gemeindewerke, Landwirte, Waldbesitzer und Umweltverbände. Ziel ist es auch, die Windkraftnutzung in der Region möglichst zeitnah voranzutreiben.

Das Aktionsbündnis versteht sich als ein überparteiliches, bei dem alle Bürger, Parteien und Organisationen mitmachen können. Diese Ausrichtung wurde ausdrücklich betont. Huber machte jedoch gleichzeitig deutlich, dass das Bündnis nicht selbst Windkraftanlagen planen oder erstellen wird. Hierauf meldeten sich Gisela Sengl und dann weitere Teilnehmer, die der Ansicht waren, dass das Bündnis kurzfristig eine Windenergie-Genossenschaft gründen sollte.

Gleichlautend war offensichtlich die Erwartung vieler Veranstaltungsteilnehmer. Huber stellte jedoch klar, dass das Bündnis seine Aufgabe "eine Stufe vorher" sehe, also in der Informationsweitergabe. Ein Teilnehmer machte seine Sicht der Dinge deutlich und sagte: "Wir wollen mitreden". Und Sepp Hohlweger fügte unter kräftigem Applaus hinzu: "Wir wollen Bürgerwindräder und keine Großinvestoren. Wir wollen das Geld in unserem Landkreis selber verdienen."

Hans Dandl fügte hinzu, dass bei Ablehnungen durch die Gemeinden aufgrund der Privilegierung der Windkraft von Investoren trotzdem Windräder errichtet werden könnten. "Deshalb müssen wir schnell sein, bevor andere die guten Standorte wegnehmen."

Bei den Wahlen wurde Huber als einziger Kandidat zum Sprecher gewählt. Für die Beisitzerposten stellten sich elf Personen zur Wahl: Beate Rutkowski, Dr. Rainer Schenk, Hans Schupfner, Hermann Hofstetter, Hannes Obermayer, Dr. Peter Langer, Ramona Scherr, Dr. Ralph Joerger, Hans Dandl, Siegfried Weber und Sepp Hohlweger wurden ohne Gegenstimmen gewählt.

Schenk sagte zum Abschluss der gut einstündigen Versammlung: "Wir suchen und bekommen eine breite Akzeptanz für Windräder nur dann, wenn wir die Belange von Mensch und Natur mit berücksichtigen."

wz/Chiemgau Zeitung

Zurück zur Übersicht: Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser