Technisches Problem legte Seilbahn lahm

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Bergen - Manch einer wird sich am Wochenende gewundert haben: Die Hochfelln-Seilbahn fuhr nicht! Aber was war geschehen?

Die Hochfelln-Seilbahn.

Die Hochfelln-Seilbahn ist am vergangenen Wochenende nicht gefahren. Der Betrieb war am Freitagmittag eingestellt worden. In der Hydraulik sei ein technisches Problem aufgetreten, sagte Bürgermeister Bernd Gietl, der Geschäftsführer der Betreiber-GmbH, gestern auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung. Ein Teil habe sich nicht gelöst, weil sich ein Druck nicht wie vorgesehen aufgebaut habe.

Wie geplant fing die Seilbahn am Freitag zunächst zu fahren an. Skifahrer und Fußgänger stiegen in die Kabinen ein, die von der Tal- zur Mittelstation und von ihr zum Gipfel hinaufschwebten. Um 12.30 Uhr stellte die GmbH dann den Betrieb ein. "Wir hätten weiterfahren können", sagte Gietl, "doch sicherheitshalber sind wir dann nicht mehr losgefahren". Und der Geschäftsführer betonte: Die Sicherheit der Fahrgäste genieße oberste Priorität.

Der Bürgermeister und Geschäftsführer der Betreibergesellschaft ist auch Skilehrer. Und er war zum Zeitpunkt, als das technische Problem auftrat, selbst auf dem Hochfelln. Er stellte fest, dass alle sehr besonnen reagiert hätten - womit auch alles unspektakulär abgelaufen sei. Die Skifahrer hätten sich auf die Abfahrt ins Tal begeben, die Fußgänger von der Bründling- hinüber zur Steinberger Alm. Die GmbH habe sie abgeholt und nach Bergen gebracht.

Der Betrieb werde wie geplant am kommenden Wochenende weitergehen, so Gietl. Von Freitag bis einschließlich Sonntag fahre die Bahn ein letztes Mal in diesem Skiwinter. Anschließend folge dann, wie vorgesehen, der zweite und letzte Teil der Sanierung.

Weitere Sanierungen

Nachdem die GmbH - die Gemeinde Bergen hält 49 Prozent der Geschäftsanteile - die Gebäude im Tal sowie an der Mittel- und Bergstation bereits für rund 300.000 Euro hergerichtet hat, erneuert sie dann in diesem Frühjahr die Steuerung und den Antrieb der Bahn. Schätzungsweise 700.000 Euro müssen in die Hand genommen werden. Fünf bis sechs Wochen ist die Bahn dann voraussichtlich außer Betrieb. Geschäftsführer Gietl hofft, wie er schon einmal vorausschaut, dass die Kabinen dann am 1. Mai wieder fahren - und zwar rechtzeitig zum Start in die Sommersaison.

pü/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © re

Zurück zur Übersicht: Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser