Staatspreise für acht Absolventen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Sie erhielten den Bayerischen Staatspreis für ihre besonderen Leistungen: Christian Prechtl, Alexander Gernhäuser, Matthias Hochreiter, Konrad Linner, Robert Straßer, Stefan Steiner und Martin Stummer. Matthias Nähr fehlt auf dem Bild. Links Landrat Hermann Steinmaßl, rechts Schulleiter Willi Barke.

Traunstein - Absolventen der dreieinhalbjährigen Ausbildungsklassen der Staatlichen Berufsschule I Traunstein feierten mit 400 Gästen ihren Abschluss und bekamen die begehrten Abschlusszeugnisse überreicht.

Die Auszubildenden machten ihren Abschluss in den verschiedenen Metallberufen sowie in der Elektroausbildung.

Traditionell nutzen die Lehrer aus dem Fachbereich Religion die Abschlussfeier, um einige besinnliche Impulse an die Anwesenden weiterzugeben. Unter dem Motto "Keine Zeit - unsere Zeit" fand ein kleiner besinnlicher Gottesdienst statt.

Die rockigen Einlagen einer vierköpfigen Band aus der IT-Klasse 11a fanden ebenso Applaus wie die Klaviereinlagen des virtuos spielenden jungen Pianisten Robert Straßer, der auch später in seiner Funktion als Schülervertreter noch ein Lob für die Schule und die Lehrkräfte hatte: "Die Lehrer sind gut drauf. Ich bin gerne hierher gekommen."

Schulleiter Willi Barke legte die Bedeutung auf die Schule als einen "Hort des friedlichen Zusammenlebens zum Zweck der Bildung und Erziehung". Er wies darauf hin, dass die Lehrer neben Tugenden wie Zuverlässigkeit, Fleiß und Gewissenhaftigkeit versucht hätten, den Schülern die Bedeutung von Toleranz und Achtung voreinander zu vermitteln. Die nun durchlaufene Ausbildung sei "Grundlage und meist Garant für eine Zukunft, vor der man zumindest keine Angst zu haben braucht".

Landrat Hermann Steinmaßl gratulierte den Berufschulabgängern, die sich ein hohes Fachwissen erworben hätten. Er zog eine Parallele zwischen dem sich zunehmend abzeichnenden Fachkräftemangel und den Themen "Gesundheit" sowie "Freiheit": "Erst, wann man sie nicht mehr hat, wird einem klar, was einem fehlt." Der Landrat lobte auch das gute Zusammenwirken zwischen den Ausbildungsbetrieben und der Berufsschule.

Kreishandwerksmeister Peter Eicher nannte die Bildung ein "Kernthema der Gesellschaft", die Voraussetzung sei, um in einer schnelllebigen Zeit "bestehen" zu können. Entgegen früherer Entwicklungen habe sich die Situation am Lehrstellenmarkt dramatisch verändert, so dass bereits von einer "Lehrlingslücke" gesprochen werden müsse. Viele offene Stellen seien unbesetzt geblieben. Er forderte eine frühkindliche Bildung und Ganztagsschulen sowie eine ausgeprägte Berufsorientierung in der Schule. Gleichzeitig warnte er, an Ausbildungsmöglichkeiten Einsparungen vorzunehmen. Ausbildungsbetriebe müssten umdenken: "Sie müssen aktiv auf künftige Auszubildende zugehen."

Vor der Zeugnisverteilung und der Ehrung der Klassenbesten, bei denen im Elektrofachbereich Stefan Steiner von der Firma Hacher, Marquartstein, mit einem Notendurchschnitt von 1,20 am besten abschloss, wurden acht Staatspreisträger der bayerischen Staatsregierung geehrt. "Bei den ,Besten der Besten' hatten wir große Problem, die Preisträger zu bestimmen" schmunzelte Barke. Zu Viele hätten sehr gute Noten erreicht. Das sei "Jammern auf hohem Niveau", so der Schulleiter.

Zu den Klassenbesten im Bereich der Metallberufe zählten unter anderem (aus dem Verbreitungsgebiet der Chiemgau-Zeitung) Florian Zierer (1,50, Feinwerkmechaniker, Ausbildungsbetrieb Breitschädel, Bad Endorf), Fabian Tettenhammer (2,0, Industriemechaniker, Deutz Service Center, Übersee) und Andreas Heyer (2,00, Anlagenmechaniker SHK, Zimmermann & Sohn, Obing).

Im Elektrobereich gehörte zu den Klassenbesten Stefan Steiner (1,20, Elektroniker FR: Energie- und Gebäudetechnik, Hacher, Marquartstein). Er war ebenso einer der acht Staatspreisträger wie Robert Straßer (Fachinformatiker-Systemintegration, Gehring + Jarrath, Rosenheim).

wz/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser