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Auf der B304 bewegt sich was!

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Landkreis Traunstein - Über das Melde-Portal Pinweis haben mehrere User den Zustand der B304 moniert. Doch das Staatliche Bauamt Traunstein hat prompt reagiert. Doch sehen Sie selbst:

Der Zustand der B304 sorgt für viel Unmut bei der Bevölkerung im Landkreis. Auch bei einer Umfrage unter unseren Usern kam heraus, dass die B304 - zwischen Traunstein und Teisendorf - die sanierungsbedürftigste Straße in der Umgebung gilt. Über unser Melde-Portal Pinweis haben uns zudem einige Anfragen dazu erreicht. So meinte ein User: "Die erst knapp 2,5 Jahre alte B304 (Anmerk. d. Red.: auf Höhe Trenkmoos) hat sich in den letzten Wochen und Monaten zu einer richtigen Buckelpiste entwickelt. Besonders stark spürbar sind die Buckel bei den drei Röhren, die unter der Straße durchführen." Die Situation habe sich mittlerweile soweit herumgesprochen, dass nun Schilder aufgestellt wurden, die auf die Situation hinweisen. Der User hat daher folgende Frage an das Staatliche Bauamt formuliert: "Bleibt der Zustand so? Wie kann so etwas nach so kurzer Zeit passieren? Wurde hier etwa bei der Ausführung nicht sauber gearbeitet? Wer kommt für den Kosten der Reparatur auf? Der Steuerzahler oder wird hier die Baufirma zur Übernahme der Kosten herangezogen?"

Wir haben die Behörde jetzt mit diesen Fragen konfrontiert und folgende Stellungnahme erhalten:

Die Ortsumfahrung Traunstein verläuft über eine Strecke von ca. 500 m durch das Trenkmoos mit anstehenden Torfmächtigkeiten von teilweise mehr als 4,0 m.

Um diesen für den Straßenbau schwierigen Untergrund zu beherrschen, wurden im Vorfeld der Straßenbaumaßnahme mehrere Probefelder angeordnet. Anhand dieser Probefelder wurde eine bestmögliche Bauweise abgestimmt, mit der die zu erwartenden beziehungsweise vorausberechneten Setzungen am besten in den Griff zu bekommen waren. Letztendlich wurde bereits im Jahr 2009 eine mehrere Meter hohe Auflastschüttung auf den anstehenden Torfboden aufgebracht, um den Boden im Trenkmoos vor Beginn der eigentlichen Straßenbauarbeiten zu konsolidieren.

Mit dieser Auflastschüttung konnte somit ein Großteil der Setzungen vorweggenommen werden.

Aufgrund der Bodenbeschaffenheit sind aber über die weiteren Jahre noch weitere Restsetzungen im Zentimeter-Bereich zu erwarten.

Dass dieses Problem insbesondere an den Amphibiendurchlässen auftritt war bekannt. Durch die noch nicht vollständig abgeklungen Setzungen im Trenkmoos drücken sich die Durchlässe durch, weil Sie wie ein starrer Balken wirken und etwas tiefer gegründet sind.

Da die Setzungen im Trenkmoos erwartungsgemäß noch nicht abgeklungen sind, wird das Staatliche Bauamt Traunstein noch im August beziehungsweise September die Stellen mit den größten Setzungen ausbessern.

Eine großflächige Sanierungsmaßnahme soll noch nicht durchgeführt werden.

"Gefährliche Ausfahrt"

Aber nicht nur die Beschaffenheit der Fahrbahn wurde von unseren Usern angeprangert. Auch die "gefährliche" Ausfahrt bei Aiging monierte ein Leser: "Obwohl bei dieser Ausfahrt, laut korrekter Beschilderung, nur ein Abbiegen auf die B304 in Fahrtrichtung Traunstein erlaubt ist, biegen hier schon fast stündlich die Fahrzeuge - insbesondere auch Lkw - nach Links in Richtung Traunreut ab." Das stelle ein enormes Verkehrsrisiko dar, weil es in dem Bereich der Aus- und Einfahrt keine Geschwindigkeitsbeschränkung gebe. "Bis so ein Brummi die Ausfahrt passiert hat, wird der querende Verkehr enorm ausgebremst beziehungsweise auch teilweise zu einer Vollbremsung genötigt! Eine Temporeduzierung - zum Beispiel auf 60 km/h - und eine bessere Beschilderung, wäre hier sehr angebracht!"

Auch hier haben wir das Staatliche Bauamt um eine Stellungnahme gebeten und folgende Antwort bekommen:

Beim Anschluss des Gewerbegebietes Aiging handelt es sich um einen Teilplanfreien Knoten. Durch das Unterführungsbauwerk und die beiden Anschluss-Äste wird erreicht, dass der einbiegende Verkehr die Bundesstraße nicht kreuzen muss, sondern immer als Rechtseinbieger geführt wird. Der Vorteil eines Teilplanfreien Knotenpunktes liegt gerade in der sicheren Verkehrsführung, was auch die Unfallstatistik widerspiegelt.

Die Anregung in dem Pinweis-Meldung nehmen wir natürlich gerne zum Anlass, zeitnah mit der Verkehrsbehörde und der Verkehrspolizei eine Verkehrsschau durchzuführen, um die Beschilderung beziehungsweise Markierung gegebenenfalls zu ergänzen beziehungsweise zu erneuern

Da für die Anordnung von Geschwindigkeitsbegrenzungen die Untere Verkehrsbehörde am Landratsamt zuständig ist, werden wir den Pinweis-Eintrag zur Kenntnis und weiteren Bearbeitung auch an die Verkehrsbehörde weiterleiten.

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